Der DVGS hat eine Vereinbarung über die Durchführung und Vergütung des Rehabilitationssportes nun auch mit den Primärkassen in Sachsen-Anhalt abgeschlossen. Der Vertrag ist zum 01.08.2015 in Kraft getreten und regelt die Durchführung und Finanzierung des Rehabilitationssports als ergänzende Leistung zur Rehabilitation nach §43 SGB V i.V. m. §44 SGB IX. Weitere Information finden Sie hier.

Die Deutsche Rentenversicherung und die gesetzliche Unfallversicherung stellen die Arbeitsplatzorientierung in den Mittelpunkt ihrer medizinischen Rehabilitation.

Ambulante und stationäre Reha-Einrichtungen stellen sich auf die aktuellen Konzepte

  • Medizinisch Beruflich Orientierte Rehabilitation (MBOR) und
  • Arbeitsplatzbezogene Muskuloskeletale Rehabilitation (ABMR)

ein und passen ihre Prozesse und Leistungen an.

Kommentar des DVGS e.V.

DVGS e.V.

Der Bundestag hat am 18. Juni 2015 ein Präventionsgesetz beschlossen.
Das „Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und Prävention“ will lebensbedingte „Volkskrankheiten“ wie Diabetes mellitus, Hypertonie, Herz-Kreislaufschwäche oder Adipositas reduzieren.
Laut  Pressemitteilung des Deutschen Bundestages (hppt.//www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2015/kw25_praeventionsgesetz/37 vom 19.06.2015) ist durch das Gesetz intendiert, „Menschen zu einer gesunden Lebensweise mit genug Bewegung“ zu bringen.

Hierzu werden die Leistungen der Krankenkassen mehr als verdoppelt – auf 7 EUR jährlich für jeden Versicherten ab 2016 (490 Millionen EUR jährlich) .
Mit den Beiträgen der Pflegekassen sollen nun insgesamt  rund 511 Millionen EUR im Jahr für die Prävention und Gesundheitsförderung bereitgestellt werden.
Es bleibt allerdings abzuwarten, ob diese Leistungen als Zusatzbeiträge an die Versicherten der Krankenkassen weitergegeben werden.
Zudem wird kritisiert, dass die Privaten Krankenversicherungen zu wenig eingebunden sind.

Der DVGS hat seit 2007 folgende Zusatzprogramme Bewegung gemäß § 43 SGB V als ergänzende Leistungen für Strukturierte Behandlungsprogramme für chronisch Erkrankte gemäß § 137f SGB V konzipiert, in Piloten realisiert und evaluiert:

Mammakarzinom
Diabetes mellitus Typ II
KHK
sowie ein Co-Morbidität Adipositas

Im Rahmen der Messe Therapie Leipzig - Fachmesse mit Kongress für Therapie, Medizinische Rehabilitation und Prävention - vom 19. bis 21 März 2015 führte der DVGS e.V. das Forum I „Rehabilitationssport: vom Verwalter zum Gestalter" durch.

Das DVGS Forum II – Betriebliches Gesundheitsmanagement war als ein Forum auf der Messe Therapie Leipzig am 20. März 2015 für Berufsgruppen aus den Bereichen Bewegung und Gesundheit in der Prävention wie auch der Rehabilitation mit 50 Teilnehmern ausgebucht.

Fachforum zum Thema „Sitzender Lebensstil von Kindern – Hintergründe und Folgen für die Praxis der Bewegungsberufe" zur Sensibilisierung der Akteure der Gesundheitsförderung Berlin/ Leipzig, Februar 2015 – Im Rahmen der Messe „therapie Leipzig" laden die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) gemeinsam mit dem Deutschen Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie e.V. (DVGS) am 20. März 2015 zu einem Fachforum rund um das Thema „Sitzender Lebensstil von Kindern – Hintergründe und Folgen für die Praxis der Bewegungsberufe" ein. Ziel des Fachforums ist es, die Akteure der Gesundheitsförderung für das Thema Sitzender Lebensstil zu sensibilisieren.

Der DVGS führte in Kooperation mit der DAK Gesundheit im Zeitfenster vom 20.08.2014 bis 13.11.2014 Aktionstage „Fit am Arbeitsplatz" bei der Unternehmensgruppe Bünting durch. Es wurden an 177 Standorten im Nordwesten Deutschlands 277 Einsätze durchgeführt. Das Programm „Fit am Arbeitsplatz" wurde von dem DVGS für Aktionstage bei der Unternehmensgruppe Bünting angepasst und neu konzipiert. Die MitarbeiterInnen wurden von qualifizierten Fachkräften des DVGS beraten und angeleitet. Der Aktionstag beinhaltete ein Screening zur branchenübergreifenden Belastungsprofilierung mit dem/der einzelnen MitarbeiterIn. Anschließend wurden entsprechende Bewegungseinheiten mit dem/der MitarbeiterIn durchgeführt und der Transfer zum Beruf, Alltag und Freizeit geschaffen. Die MitarbeiterInnen wurden für das Thema „Gesundheit durch Bewegung" sensibilisiert und für ein gesundheitsbewusstes aktiven Lebensstil motiviert.

dvgs logoDer Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention
wurde beteiligten Partnern des Gesundheitswesens zugeleitet mit der Gelegenheit zur schriftlichen Stellungnahme bis 21.11.2014.
Am 26.11.2014 lud das Bundesministerium für Gesundheit zur öffentlichen Stellungnahme in Form einer Anhörung nach Berlin ein.
Erklärtes Ziel ist die Beschlussfassung im Kabinett am 17.Dezember 2014.
Der DVGS –als Fachverband für körperliche Aktivität, Bewegung und Sport- gab sowohl eine schriftliche Stellungnahme ab und war auch bei der Anhörung durch die Geschäftsführerin Frau Baldus vertreten. (hier geht's zur Stellungnahme des DVGS e.V.).

Anhörungsergebnisse aus Sicht des DVGS

Über die in der eigenen DVGS-Stellungnahme gewählten Aspekte zur einem PrävG aus Sicht des DVGS, sind folgende Ergebnisse der Anhörung interessant:

Arznei gegen Fettleibigkeit soll helfen. "Diabetes ist eine Volkskrankheit"

Immer mehr Menschen weltweit erkranken an Diabetes - vor allem in den Industrieländern. Allein in Deutschland leiden sechs Millionen Menschen darunter. Eine Hauptursache: die zunehmende Zahl Fettleibiger. Neue Medikamente allein helfen da nicht. Weiterlesen auf www.n-tv.de.

Mehr zum Thema auf www.dvgs.de

therapie Leipzig Interdisziplinär und praxisnah: Fortbildung und Marktüberblick auf der therapie Leipzig

Die therapie Leipzig ist als Fachmesse mit Kongress für Therapie, Medizinische Rehabilitation und Prävention in Deutschland der wichtigste nationale Treffpunkt der Branche. Vom 19. bis 21. März 2015 wird sie unter anderem Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, Ärzte sowie Sporttherapeuten, Übungsleiter und Trainer aus dem Reha- und Gesundheitssport in Leipzig willkommen heißen. Rund 300 Aussteller werden auf der Fachmesse erwartet, um ihre Innovationen und aktuellen Branchentrends zu präsentieren.

Der DVGS e.V. war anhörungsberechtigt zur Stellungnahme im G-BA bei der Überarbeitung der Richtlinien zu Patientenschulungsprogrammen für DMP-Indikationen.
Wir veröffentlichen an dieser Stelle für Interessierte einen Auszug aus der Stellungnahme zum Thema KHK.

  • am Mi. 05.11.2014 – 9-17 Uhr - Köln  - BEM-Fallmanager-Seminar* - Update für Fallmanager / BEM-Ansprechpersonen
  • am Do. 06.11.2014 – 9-17 Uhr - Köln  - Übung zur Evaluation einer Maßnahme – eine praktische Einführung (keine Vorkenntnisse)**
  • am Fr. 07.11.2014   – 9-17 Uhr - Köln  - Übung zur Nutzwertanalyse – eine praktische Einführung (keine Vorkenntnisse)**

*Referent:  Matthias Mozdzanowski, Disability Manger (CDMP), Auditor für BEM/Disability Management (CDMA), Geschäftsführer iqpr
**    Referent:  Dr. Andreas Glatz, Sozial- und Gesundheitswissenschaftler, Betrieblicher Gesundheitsmanager, Disability-Manager

31.07.2014

Hintergrundinformationen zum Sitzenden Lebensstil

Pressemitteilung der peb

pebIn Zusammenarbeit mit dem Fachbeirat hat peb den Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Sitzenden Lebensstil zusammengeführt. Mit Empfehlungen an Politik und Gesellschaft (siehe www.pebonline.de) ist es Ziel von peb einen breiten und nachhaltigen Bewusstseins- und Reflexionsprozess anstoßen.

(1)  Der DVGS hat der Ergänzungsvereinbarung "Elektronisches Abrechnungsverfahren" zum 01.07.2014 zur Vereinbarung über die Durchführung und Finanzierung des Rehabilitationssports vom 01.01.2012 mit dem Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek) in Berlin zugestimmt.

dvgs logoDie Gesundheitsförderung im Setting Betrieb gewinnt angesichts des demografischen Wandels, sowie Panoramawandels der Krankheiten und einem Arbeitsweltwandel, der steigenden Arbeitsbeanspruchung und - belastung zunehmend an Bedeutung. Das Setting Betrieb ist somit ein spannendes und wachsendes Berufsfeld für Sportwissenschaftler/ innen (Bachelor, Master, Diplom), Gymnastiklehrer, Physiotherapeuten.

Der DVGS e.V. bietet daher für den Bereich der Gesundheitsförderung im Setting Betrieb Programme, die individuell und branchenübergreifend aufgebaut verschiedene Bereiche wie die der Entspannung (Vermeidung von Erschöpfungszuständen), des Muskelskelettapparats (Multimodales Programm) und des Herzkreislaufs (Vermeidung von Herzkreislauf- Erkrankungen) abdecken, an. Innerhalb des neu erstellten Konzepts des DVGS e.V. „Betrieb bewegt“ werden diese Programme angeboten.

Innovative BewegungsprogrammeInnovative Bewegungsprogramme
im Diseasemanagement.

Deutscher Verband
für Gesundheitssport
und Sporttherapie e. V.

Bewegung und Sport bei Adipositas als Komorbidität - Das Deltaprinzip (Zusatzprogramm für DMP-Patienten)

Zielgruppe: Menschen mit manifesten Erkrankungen (Diabetes mellitus Typ 2 oder koronare Herzkrankheit), die an einem Disease Management Programm (DMP) teilnehmen und einen BMI >30 haben; die Zuweisung erfolgt durch den Arzt.

Das Hauptziel des Programms ist die Hinführung und Bindung an überdauernde körperliche Aktivität.
Ein weiteres Ziel der Maßnahme ist die Vermeidung von Über-/Unter-/Fehlversorgung sowie Reduktion von Folge- und Wiederholungskosten.

Das Bewegungsprogramm besteht aus 10 Einheiten zu je 60 Minuten. Pro Woche ist dabei jeweils eine Einheit vorgesehen. Inhaltliche Schwerpunkte sind (vgl. Baldus, 2010, S. 69; Huber, 2009): Wissensvermittlung (z. B. Energieverbrauch/Energiebilanz, Integration von Verhaltensweisen in den Alltag), Üben/Trainieren (z. B. belastungsdosiertes Walken, Einführung in das Muskeltraining) und Inhalte Erleben (z. B. Wahrnehmung von Stimmungsmanagement durch Bewegung).

Baldus, A., Huber, G. & Schüle, K. (2010). Modell einer didaktisch-methodischen Stundenplanung "Adipositas". Bewegungstherapie & Gesundheitssport, 26, 65-70.
Huber, G. (2009). Normalgewicht - Das Deltaprinzip. Grundlagen und Module zur Planung von Kursen. Köln: Deutscher Ärzte-Verlag.
 
Modell einer didaktisch-methodischen Stundenplanung "Adipositas".
 
Comorbidität Adipositas
Kurs 10 KE a 60 Minuten

Der DMP-Kurs Adipositas ist ausschließlich in Kombination mit den drei Indikationen durchführbar:

  • Mamma Ca Grundkurs plus Kurs Adipositas (Grundkurs dann ohne Folgekurs Mamma Ca!)
  • Diabetes mellitus Grundkurs plus Kurs Adipositas (Grundkurs dann ohne Folgekurs Diabetes!)
  • KHK-Kurs plus Kurs Adipositas

 
Die Patienten sind Selbstzahler. Bei erfolgreicher Programmteilnahme erstattet die DAK/GKV ihren Versicherten anteilig die Kursgebühr zurück:

  • Kurskosten bei Adipositas:
    70,00 € ; Erstattung durch die DAK/GKV: 50,00 €.

Bitte beachten Sie, dass Erstattungsanträge individuell regional von GKV zu GKV gestellt werden müssen und abweichen können!

Die Kursgebühr ist zu Beginn des Kurses an den Kursleiter/die Institution zu entrichten. Die DAK/GKV erstattet bei erfolgreicher Teilnahme nach Abschluss des Kurses an Ihre Versicherten. Voraussetzung für die Kostenerstattung ist:

  • Beim Kurs Adipositas die Teilnahme an mindestens 8 Kurseinheiten.
  • Zum Zeitpunkt des ¬jeweiligen Antrages auf Erstattung die Einschreibung im Gesundheitsprogramm DMP (das Vorliegen der Teilnahme-/Einwilligungserklärung reicht aus).

Zielgruppe: Menschen mit Koronarer Herzkrankheit, die an einem Disease Management Programm (DMP) teilnehmen.
Das Hauptziel des Programms ist die Förderung von biopsychosozialen Gesundheitsressourcen. Dies gliedert sich in viele Unterziele auf, und zudem existiert das Ziel der Nachhaltigkeit.

Ein weiteres Ziel der Maßnahme ist die Vermeidung von Über-/Unter-/Fehlversorgung sowie Reduktion von Folge- und Wiederholungskosten.

Das Bewegungsprogramm besteht aus 10 Einheiten zu je 60 Minuten. Pro Woche ist dabei jeweils eine Einheit vorgesehen. Inhaltliche Schwerpunkte sind (siehe Eckert et al., 2012, S. 32): Wissensvermittlung (Vermittlung von krankheitsspezifischem Wissen sowie zu den physischen und psychischen gesundheitsfördernden Effekten von körperlicher Aktivität), aktives Handeln (Kennenlernen und Ausüben von unterschiedlichen, spezifischen Kraftausdauer- und Ausdauermethoden), positive Emotionen (Erleben von positiven Emotionen während des Übens sowie das Erfahren positiver gruppendynamischer Prozesse).

Eckert, K., Lange, M. & Huber, G. (2012). Evaluation einer Bewegungsintervention für Patienten mit Koronarer Herzkrankheit im Rahmen eines Disease Management Programms. Bewegungstherapie & Gesundheitssport, 28, 30-35.

Evaluationsergebnisse der Intervention

Evaluation der Nachhaltigkeit der Intervention in Bezug auf die körperliche Aktivität.

Innovative Bewegungsprogramme
im Diseasemanagement.

Deutscher Verband
für Gesundheitssport
und Sporttherapie e. V.

KHK
Kurs 10 KE a 60 Minuten

Die Patienten sind Selbstzahler. Bei erfolgreicher Programmteilnahme erstattet die DAK/GKV ihren Versicherten anteilig die Kursgebühr zurück:
  • Kurskosten bei KHK:
    85,00 € ; Erstattung durch die DAK/GKV: 65,00 €.
Bitte beachten Sie, dass Erstattungsanträge individuell regional von GKV zu GKV gestellt werden müssen und abweichen können!

Die Kursgebühr ist zu Beginn des Kurses an den Kursleiter/die Institution zu entrichten. Die DAK/GKV erstattet bei erfolgreicher Teilnahme nach Abschluss des Kurses an Ihre Versicherten. Voraussetzung für die Kostenerstattung ist:
  • Beim Kurs KHK die Teilnahme an mindestens 8 Kurseinheiten.
  • Zum Zeitpunkt des jeweiligen Antrages auf Erstattung die Einschreibung im Gesundheitsprogramm DMP (das Vorliegen der Teilnahme-/Einwilligungserklärung reicht aus).
  • Comorbidität Adipositas: Der Bewegungskurs DMP-Adipositas ist ausschließlich in Kombination mit einer Grundindikation durchführbar, hier:
    KHK Kurs plus Kurs Adipositas (für übergewichtige KHK-Patienten)