DVGS Aktuell

31.07.2014

Hintergrundinformationen zum Sitzenden Lebensstil

Pressemitteilung der peb

pebIn Zusammenarbeit mit dem Fachbeirat hat peb den Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Sitzenden Lebensstil zusammengeführt. Mit Empfehlungen an Politik und Gesellschaft (siehe www.pebonline.de) ist es Ziel von peb einen breiten und nachhaltigen Bewusstseins- und Reflexionsprozess anstoßen.

dvgs logoDie Gesundheitsförderung im Setting Betrieb gewinnt angesichts des demografischen Wandels, sowie Panoramawandels der Krankheiten und einem Arbeitsweltwandel, der steigenden Arbeitsbeanspruchung und - belastung zunehmend an Bedeutung. Das Setting Betrieb ist somit ein spannendes und wachsendes Berufsfeld für Sportwissenschaftler/ innen (Bachelor, Master, Diplom), Gymnastiklehrer, Physiotherapeuten.

Der DVGS e.V. bietet daher für den Bereich der Gesundheitsförderung im Setting Betrieb Programme, die individuell und branchenübergreifend aufgebaut verschiedene Bereiche wie die der Entspannung (Vermeidung von Erschöpfungszuständen), des Muskelskelettapparats (Multimodales Programm) und des Herzkreislaufs (Vermeidung von Herzkreislauf- Erkrankungen) abdecken, an. Innerhalb des neu erstellten Konzepts des DVGS e.V. „Betrieb bewegt“ werden diese Programme angeboten.

Innovative BewegungsprogrammeInnovative Bewegungsprogramme
im Diseasemanagement.

Deutscher Verband
für Gesundheitssport
und Sporttherapie e. V.

Bewegung und Sport bei Adipositas als Komorbidität - Das Deltaprinzip (Zusatzprogramm für DMP-Patienten)

Zielgruppe: Menschen mit manifesten Erkrankungen (Diabetes mellitus Typ 2 oder koronare Herzkrankheit), die an einem Disease Management Programm (DMP) teilnehmen und einen BMI >30 haben; die Zuweisung erfolgt durch den Arzt.

Das Hauptziel des Programms ist die Hinführung und Bindung an überdauernde körperliche Aktivität.
Ein weiteres Ziel der Maßnahme ist die Vermeidung von Über-/Unter-/Fehlversorgung sowie Reduktion von Folge- und Wiederholungskosten.

Das Bewegungsprogramm besteht aus 10 Einheiten zu je 60 Minuten. Pro Woche ist dabei jeweils eine Einheit vorgesehen. Inhaltliche Schwerpunkte sind (vgl. Baldus, 2010, S. 69; Huber, 2009): Wissensvermittlung (z. B. Energieverbrauch/Energiebilanz, Integration von Verhaltensweisen in den Alltag), Üben/Trainieren (z. B. belastungsdosiertes Walken, Einführung in das Muskeltraining) und Inhalte Erleben (z. B. Wahrnehmung von Stimmungsmanagement durch Bewegung).

Baldus, A., Huber, G. & Schüle, K. (2010). Modell einer didaktisch-methodischen Stundenplanung "Adipositas". Bewegungstherapie & Gesundheitssport, 26, 65-70.
Huber, G. (2009). Normalgewicht - Das Deltaprinzip. Grundlagen und Module zur Planung von Kursen. Köln: Deutscher Ärzte-Verlag.
 
Modell einer didaktisch-methodischen Stundenplanung "Adipositas".
 
Comorbidität Adipositas
Kurs 10 KE a 60 Minuten

Der DMP-Kurs Adipositas ist ausschließlich in Kombination mit den drei Indikationen durchführbar:

  • Mamma Ca Grundkurs plus Kurs Adipositas (Grundkurs dann ohne Folgekurs Mamma Ca!)
  • Diabetes mellitus Grundkurs plus Kurs Adipositas (Grundkurs dann ohne Folgekurs Diabetes!)
  • KHK-Kurs plus Kurs Adipositas

 
Die Patienten sind Selbstzahler. Bei erfolgreicher Programmteilnahme erstattet die DAK/GKV ihren Versicherten anteilig die Kursgebühr zurück:

  • Kurskosten bei Adipositas:
    70,00 € ; Erstattung durch die DAK/GKV: 50,00 €.

Bitte beachten Sie, dass Erstattungsanträge individuell regional von GKV zu GKV gestellt werden müssen und abweichen können!

Die Kursgebühr ist zu Beginn des Kurses an den Kursleiter/die Institution zu entrichten. Die DAK/GKV erstattet bei erfolgreicher Teilnahme nach Abschluss des Kurses an Ihre Versicherten. Voraussetzung für die Kostenerstattung ist:

  • Beim Kurs Adipositas die Teilnahme an mindestens 8 Kurseinheiten.
  • Zum Zeitpunkt des ¬jeweiligen Antrages auf Erstattung die Einschreibung im Gesundheitsprogramm DMP (das Vorliegen der Teilnahme-/Einwilligungserklärung reicht aus).

Zielgruppe: Menschen mit Koronarer Herzkrankheit, die an einem Disease Management Programm (DMP) teilnehmen.
Das Hauptziel des Programms ist die Förderung von biopsychosozialen Gesundheitsressourcen. Dies gliedert sich in viele Unterziele auf, und zudem existiert das Ziel der Nachhaltigkeit.

Ein weiteres Ziel der Maßnahme ist die Vermeidung von Über-/Unter-/Fehlversorgung sowie Reduktion von Folge- und Wiederholungskosten.

Das Bewegungsprogramm besteht aus 10 Einheiten zu je 60 Minuten. Pro Woche ist dabei jeweils eine Einheit vorgesehen. Inhaltliche Schwerpunkte sind (siehe Eckert et al., 2012, S. 32): Wissensvermittlung (Vermittlung von krankheitsspezifischem Wissen sowie zu den physischen und psychischen gesundheitsfördernden Effekten von körperlicher Aktivität), aktives Handeln (Kennenlernen und Ausüben von unterschiedlichen, spezifischen Kraftausdauer- und Ausdauermethoden), positive Emotionen (Erleben von positiven Emotionen während des Übens sowie das Erfahren positiver gruppendynamischer Prozesse).

Eckert, K., Lange, M. & Huber, G. (2012). Evaluation einer Bewegungsintervention für Patienten mit Koronarer Herzkrankheit im Rahmen eines Disease Management Programms. Bewegungstherapie & Gesundheitssport, 28, 30-35.

Evaluationsergebnisse der Intervention

Evaluation der Nachhaltigkeit der Intervention in Bezug auf die körperliche Aktivität.

Innovative Bewegungsprogramme
im Diseasemanagement.

Deutscher Verband
für Gesundheitssport
und Sporttherapie e. V.

KHK
Kurs 10 KE a 60 Minuten

Die Patienten sind Selbstzahler. Bei erfolgreicher Programmteilnahme erstattet die DAK/GKV ihren Versicherten anteilig die Kursgebühr zurück:
  • Kurskosten bei KHK:
    85,00 € ; Erstattung durch die DAK/GKV: 65,00 €.
Bitte beachten Sie, dass Erstattungsanträge individuell regional von GKV zu GKV gestellt werden müssen und abweichen können!

Die Kursgebühr ist zu Beginn des Kurses an den Kursleiter/die Institution zu entrichten. Die DAK/GKV erstattet bei erfolgreicher Teilnahme nach Abschluss des Kurses an Ihre Versicherten. Voraussetzung für die Kostenerstattung ist:
  • Beim Kurs KHK die Teilnahme an mindestens 8 Kurseinheiten.
  • Zum Zeitpunkt des jeweiligen Antrages auf Erstattung die Einschreibung im Gesundheitsprogramm DMP (das Vorliegen der Teilnahme-/Einwilligungserklärung reicht aus).
  • Comorbidität Adipositas: Der Bewegungskurs DMP-Adipositas ist ausschließlich in Kombination mit einer Grundindikation durchführbar, hier:
    KHK Kurs plus Kurs Adipositas (für übergewichtige KHK-Patienten)

Strukturierte Behandlungsprogramme für chronisch Erkrankte – DVGS bietet qualitätsgesicherte Bewegungsprogramme an

Seit mehreren Jahren finanzieren die Gesetzlichen Krankenkassen ( GKV ) Patientenschulungsprogramme für

  • Brustkrebspatientinnen
  • KHK-Patienten/-innnen
  • Patient/-innen mit Diabetes mellitusTyp I und II
  • Patienten/-innen mit COPD
  • Adipositas liegt derzeit zumEntscheid im zuständigen Gemeinsamen Bundesauschuss ( G- BA ) vor.

Erstaunlich ist, dass bei allen Patientenschulungsprogrammen für diese Indikationen ( Bewegungsmangelkrankheiten ! ) Bewegung durch das Bundesversicherungsamt ( BVA ) nicht obligat vorgesehen ist.

Dieser Versorgungslücke haben sich der DVGS und die DAK Zentrale Hamburg federführend angenommen. Die Versorgung mit Bewegungsprogrammen soll in den kommenden Jahren flächendeckend ausgeweitet werden.

Bereits jetzt sind die bisher konzipierten und evaluierten Bewegungsprogramme als Zusatzprogramme zu DMP - Patientenschulungen für alle GKVn zur Verfügung gestellt. Weitere Bewegungsprogramme sind in Entwicklung.

 

Die diesjährige Konferenz der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (bvpg) beschäftigte sich mit dem Thema der Kompetenzentwicklung in der Gesundheitsförderung. Eingeladen waren die verschiedenen Akteure  aus dem Bereich der Gesundheitsförderung. Lesen Sie hier den Bericht von unserer Teilnehmerin Saskia Gräfingholt.