DVGS Aktuell

Die diesjährige Konferenz der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (bvpg) beschäftigte sich mit dem Thema der Kompetenzentwicklung in der Gesundheitsförderung. Eingeladen waren die verschiedenen Akteure  aus dem Bereich der Gesundheitsförderung. Lesen Sie hier den Bericht von unserer Teilnehmerin Saskia Gräfingholt.

Bewegung und Sport bei Diabetes mellitus Typ 2 (Zusatzprogramm für DMP-Patienten) Zielgruppe: Menschen mit der Diagnose Diabetes mellitus Typ 2, die an einem Disease Management Programm (DMP) teilnehmen.

Trotz der umfassenden Evidenz für die positiven Gesundheitseffekte von körperlicher Aktivität und körperlichem Training bei Diabetes Typ 2 (Geidl & Pfeifer, 2011) sind Bewegungsprogramme bisher nicht in den Disease Management Programmen (DMP) für diese Erkrankung inkludiert (Eckert, Lange & Wagner, 2013). Das vorliegende Programm schließt diese Lücke und stellt einen Zusatz zum DMP dar.

Das Hauptziel des Programms ist die Stärkung der biopsychosozialen Gesundheit (Baumann & Schüle, 2009). Dies gliedert sich in viele Unterziele auf, und wird ergänzt um das Ziel der Nachhaltigkeit.

Ein weiteres Ziel der Maßnahme ist die Vermeidung von Über-/Unter-/Fehlversorgung sowie Reduktion von Folge- und Wiederholungskosten.

Das Bewegungsprogramm besteht aus 10 Einheiten zu je 60 Minuten. Pro Woche ist dabei jeweils eine Einheit vorgesehen. Die Inhalte der Einheiten reichen von der Wissensvermittlung (z. B. zur Vermittlung von Bewegungs- und Ernährungsempfehlungen über das Üben und Trainieren zur Stärkung von Ausdauer, Kraft, und Beweglichkeit, bis zu Erlebnisorientierten Inhalten (z. B. Spiele, Einsatz von Musik).

Baumann, F.T. & Schüle, K. (2009). Bewegung und Sport bei Diabetes mellitus Typ 2. Bewegungstherapeutisches Angebot „DVGS“ als Zusatzprogramm für DMP-Patienten (Diabetes). Bewegungstherapie & Gesundheitssport, 25, 67-74.
Eckert, K., Lange, M. & Wagner, P. (2013). Effekt und Nachhaltigkeit einer verhaltensorientierten Bewegungsintervention im Disease Management für Diabetes Mellitus Typ 2 auf körperliche Aktivität. In F. Mess et al. (Hrsg.), Sportwissenschaft grenzenlos?! (S. 153). Hamburg: Feldhaus.

Geidl, W. & Pfeifer, K. (2011). Körperliche Aktivität und körperliches Training in der Rehabilitation des Typ-2-Diabetes. Rehabilitation, 50, 255-265.

Innovative Bewegungsprogramme im Diseasemanagement.

Deutscher Verband
für Gesundheitssport
und Sporttherapie e. V.


Diabetes mellitus Typ II
Grundkurs 10 KE a 60 Minuten plus Folgekurs 8 KE a 60 Minuten

Die Patienten sind Selbstzahler. Bei erfolgreicher Programmteilnahme erstattet die DAK/GKV ihren Versicherten anteilig die Kursgebühr zurück:

  • Kurskosten bei Diabetes mellitus:
    85,00 € ; Erstattung durch die DAK/GKV: 65,00 €.
  • 10 Stunden Folgeprogramm Diabetes mellitus:
    Kurskosten 50,-- €; Erstattung durch die DAK/GKV 25,-- €

Bitte beachten Sie, dass Erstattungsanträge individuell regional von GKV zu GKV gestellt werden müssen und abweichen können!

Die Kursgebühr ist zu Beginn des Kurses an den Kursleiter/die Institution zu entrichten. Die DAK/GKV erstattet bei erfolgreicher Teilnahme nach Abschluss des Kurses an Ihre Versicherten. Voraussetzung für die Kostenerstattung ist:

  • Beim Grundkurs die Teilnahme an mindestens 8 Kurseinheiten
  • Beim Folgekurs die abgeschlossene Teilnahme des Grundkurses und die Teilnahme an mindestens 6 Kursein¬heiten des Folgekurses und zum Zeitpunkt des jewei¬ligen Antrages auf Erstattung die Einschreibung im Gesundheitsprogramm DMP (das Vorliegen der Teilnahme-/Einwilligungserklärung reicht aus).
  • Comorbidität Adipositas: Der Bewegungskurs DMP-Adipositas ist ausschließlich in Kombination mit einer Grundindikation durchführbar, hier:
    Diabetes mellitus Grundkurs plus Kurs Adipositas (Grundkurs dann ohne Folgekurs Diabetes!)

dvgs logoDer Sitzende Lebensstil wird zunehmend als eigenständiger Risikofaktor für die Gewichtsentwicklung und die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen identifiziert. Dies wird in Maßnahmen der Gesundheitsförderung bisher zu wenig berücksichtigt. Lesen Sie hier mehr zur der Fachtagung.

Wir möchten Sie schon heute auf die Jahrestagung hinweisen. Die dreitägige Veranstaltung beleuchtet aktuelle Entwicklungen und bietet eine Plattform für einen offenen, fächerübergreifenden Austausch. Kolleginnen und Kollegen und Beiträge aus verschiedenen bewegungs- und sportbezogenen wissenschaftlichen Disziplinen sowie aus der Praxis der Bewegungsförderung und des Sports sind herzlich willkommen! Informationen hier.

Der DVGS konzipierte ein biopsychosoziales Bewegungsprogramm mit der „Verhaltens- und bewegungsorientierten Intervention zur Vorbeugung von und bei drohender Erschöpfung“. Auch dieses Programm erhielt das Logo „Unterstützt die Ziele von IN FORM“. IN FORM, die Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung der Bundesministerien für Ernährung und Landwirtschaft bzw. für Gesundheit (www.in-form.de), zeichnet mit diesem Logo Projekte aus, die ihren Qualitätskriterien entsprechen. Hierbei kommt zum Beispiel die Orientierung an Standards (z. B. Leitlinien) und an wissenschaftlichen Grundlagen zum Tragen. Außerdem wird der Zielgruppenorientierung ein hoher Wert beigemessen. Informationen zu diesem Bewegungsprogramm finden Sie hier.

Das Kompetenzzentrum BGM am Sportinstitut der Uni Heidelberg fördert und vernetzt den Bereich der Gesundheitsförderung, speziell in der Rhein-Neckar-Metropolregion. In Kooperation mit dem Deutschen Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie e.V. (DVGS) werden Aus- und Fortbildungsangebot konzipiert und durchgeführt. Hierfür gibt es DVGS-Zertifizierungen, die für einen einheitlichen Abschluss stehen.

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Die Zertifikatsausbildung „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ – DVGS e.V./ ec iihp wurde in drei Lehrabschnitten (90 UE) an dem ISSW       der Universität Heidelberg erfolgreich durchgeführt. Den gesamten Erfahrungsbericht lesen Sie hier