28.5.2007 Der Deutsche Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie (DVGS) hat seine Führungsspitze verstärkt, um das Beratungsangebot für die Mitglieder noch breiter machen zu können. Bei der letzten Mitgliederversammlung wurde der geschäftsführende Vorstand um drei Spezialisten der Bewegungs- und Sporttherapie erweitert. Dagegen schied aus Altersgründen Prof. Dr. Klaus Schüle aus, der für den DVGS in 20 Jahren steter Vorstandsarbeit viel geleistet hat. Sein Know-how geht dem Verband allerdings nicht verloren, denn er wird neben Dr. Dieter Lagerström der zweite Ehrenvorsitzende des DVGS. 

Neu in den Vorstand aufgenommen wurde Franz Schwaiger vom AOK-Landesverband Bayern, der wichtiges Wissen aus den Krankenkassen beisteuern kann. Als zweiten neuen Vorstand wählten die DVGS-Mitglieder aus ihren Reihen Thorsten Böning, der als Sporttherapeut an einer Klinik eine Fachabteilung für Orthopädie und Traumatologie leitet. Drittes neues, zunächst kommissarisches Vorstandsmitglied ist Dr. Karin Batz, die als Leiterin einer Fachschule eine Menge aus der Praxis einer Ausbildungsstätte einbringt.

Mit Prof. Dr. Klaus Schüle verabschiedete sich ein langjähriger Wegbegleiter des DVGS aus dem Vorstand. Drei Wochen vor seiner Verabschiedung in den Ruhestand am Institut für Rehabilitation an der Deutschen Sporthochschule in Köln wurde Prof. Schüle mit einer Feierstunde nochmals geehrt, zu der sein Arbeitgeber, die Sporthochschule mit ihrem Reaktor an der Spitze, aber auch der DVGS geladen hatten. Der Einladung waren rund 250 Gäste - Kollegen, Freunde, Studenten, Verbands- und Vereinsvertreter – gefolgt.

Prof. Klaus Schüle hat bei Prof. Dr. med Kurt-Alphons Jochheim gelernt und wie nur wenige andere in Deutschland den Aufbau einer Sport- und Bewegungstherapie in Prävention und Rehabilitation aus medizinischen und gesundheitlichen Gründen voran getrieben. Diese Ursprungsphase, in der er den Begriff der „Reha-Kette“ kreierte, betrieb er mit viel Engagement. Ohne ihn hätte die Bewegungs- und Sporttherapie nicht den Stellenwert, den sie jetzt hat. Unter anderem hat er mit dafür gesorgt, dass die Bewegungstherapie mittlerweile ein anerkannter Bestandteil in der Krebsnachsorge ist. 

Aber: Prof. Dr Klaus Schüle verabschiedet sich nur formal in den Ruhestand. Dem DVGS wird er weiterhin als Ehrenvorsitzende durch Aktivitäten im Beirat verbunden bleiben. An der DSHS will er sich zwei Schwerpunkten widmen. Die medizinische und berufliche Rehabilitation wird weiterhin einen festen Platz Streben einnehmen. Darüber hinaus will er sich am Institut für Qualitätssicherung in Prävention und Rehabilitation an der DSHS Köln – kurz IQPR – widmen, um das Qualitätsmanagement weiter zu entwickeln.