01.10.2007

Das Internet schafft in unserer Welt eine immer größere Vielfalt von Möglichkeit. Mittlerweile kann sogar auf interaktivem Weg eine Steuerung eines Trainingsprogramms für Prävention und Rehabilitation geleistet werden. Der Deutsche Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie (DVGS) bietet seit zwei Jahren in Verbindung mit meditrain aus Erlangen eine Schulung für das so genannte e-Training, ein interaktives Heimtrainingsprogramm. Über das Internet und das e-Training von motionNet erfolgt in erster Linie eine individuelle Ausrichtung des Trainingsprogramms und eine Erfolgskontrolle, aber auch eine Motivierung der Mitmachenden. Bei Präventionsprogrammen ist vielfach die Dropout-Quote ein Problem. Am Anfang ist der Wille zum Mitmachen riesengroß, dann lässt er immer mehr nach und am Ende erfolgt der Ausstieg, die Mühen zur sportlichen Bewegung blieben umsonst. Es gibt erste Hinweise, dass sich mit der individuellen Ansprache via Internet die Ausstiegs-Quote reduzieren lässt. Die entsprechende Evaluierung wird begonnen.

Allerdings kann das Internet nur ein begleitendes Betreuungs-Angebot bleiben. Das Erlernen der konkreten Übungen als Basis muss weiterhin einem konkreten Praxis-Kurs vorbehalten sein. Nach und nach wird dann von den Teilnehmern ein Auffrischungskurs besucht, in dem neue Übungselemente vermittelt werden. Dort muss die Bewegungsgenauigkeit der Übungen abgesichert werden, um keine Fehlbelastungen hervorzurufen.

Vor dem Einstieg in das konkrete Programm wird schon eine Eingangsdiagnostik zur Befunderhebung und Zielsetzung durchgeführt. Wichtige Faktoren wie soziales Umfeld, Belastungen in Beruf und Praxis sowie Freizeitaktivitäten werden erfasst und bei den Planungen berücksichtig.

Nach dem ersten Praxiskurs erfolgt eine Aktualisierung des Trainingsplans über das Internet. Umfang und Intensität der neuen Einheiten werden individuell für jedes Training angepasst. Voraussetzung ist ein detailliertes Feedback des Teilnehmers über Serien, Belastung, Bewegungsgeschwindigkeit und Pausendauer an den Trainer. Jede Übung und deren Durchführung wird mittels einer Anstrengungsskala bewertet.

Das Programm, das der Sporttherapeut/in anbieten kann, wird in Kooperation mit dem Anbieter motionNet realisiert. Per PC und Laptop ist der Therapeut mit dem dortigen Server verbunden und erhält den notwendigen sachlichen Input. Alle Dinge wie Datenschutz werden strengstens eingehalten.

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