31.01.2008

Die Siemens Betriebskrankenkasse (SBK) als eine der größten Betriebskrankenkassen der deutschen Industrie bereitet für 2008 den Aufbau eines bundesweiten Partnernetzwerkes zur Prävention und Behandlung akuter bzw. intermittierender Rückenschmerzen vor.

Kunden der SBK, die ein höheres Risiko für einen chronischen Rückenschmerz haben oder in der Vergangenheit immer wieder unter Rückenschmerzepisoden litten, erhalten erstmals Zugang zu einer Reihe verschiedener – bisher von den Krankenkassen nicht gesondert finanzierter – Trainings- und Behandlungsprogramme. Zu den Initiatoren gehören neben der SBK Prof. Dr. Klaus Pfeifer vom Sportwissenschaftlichen Institut der Universität Erlangen-Nürnberg sowie  das Trainings- und Therapiezentrum medi train in Erlangen. Sie erwarten, dass Gefährdete und vom Rückenschmerz Betroffene für eigene Veränderungen in der körperlichen Aktivität aktiviert und in der Entwicklung von eigenen Strategien zur Bewältigung von Rückenschmerzepisoden unterstützt werden können.

Die SBK sucht für den Aufbau des bundesweiten Partnernetzwerkes Therapiezentren, die dieses ambitionierte Vorsorge- und Therapiekonzept im regionalen Umfeld für rund  100.000 Kunden der 700.000 SBK-Versicherten erbringen sollen.

In den letzten Monaten wurde ein konzeptioneller Ansatz für das mehrmonatige aktivierende Rückentraining weiterentwickelt. Es wird seit einiger Zeit im Rahmen eines Projektpiloten bei der medi train GbR - Zentrum für Gesundheitssport und Sporttherapie in Erlangen mit Erfolg praktiziert. Die Teilnehmer an diesem Training werden im Rahmen von Gruppenkursen zunächst an geeignete Übungen herangeführt. Sie erhalten grundlegendes Wissen zu Risikofaktoren und begünstigenden Bedingungen von Rückenschmerzen und erlernen aktive Coping-Strategien für ein selbständiges und wirksames Bewältigen von Risikofaktoren und Rückenschmerzepisoden.

Das Innovative an diesem Programm ist dessen Ausbau zu einem anschließenden E-Training. Zwischen den Gruppenterminen und in deren Anschluss absolvieren die Teilnehmer ein online-gestütztes individuelles Trainingsprogramm zu Hause. Über eine bereits bestehende bundesweite Online-Plattform erhält der Teilnehmer von seinem Therapeuten zusammengestellte geeignete Übungen für das Training zu Hause. Über die Online-Plattform gibt der Teilnehmer sein Trainingsfeedback, welches anschließend zu einer neuen Anpassung seines Trainingsplans führt.

Die inhaltliche Grundlage für das Aktivierende Rückenprogramm bietet die von der Bertelsmann Stiftung in Auftrag gegebene Expertise von Prof. Pfeifer 2004 und das daraus hervorgegangene.Curriculum für die Neue Rückenschule. Es wurde unter aktiver Beteiligung des Deutschen Verbandes für Gesundheitssport und Sporttherapie von der Konföderation der deutschen Rückenschulen (KddR) herausgegeben und bereits Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt  übergeben.

Bei der Realisation der Kursdurchführung wird das Modulprinzip, wie es in „Rückengesundheit – Neue aktive Wege“ (Pfeifer, 2007) beschrieben ist, übernommen. Der wesentliche Unterschied des Aktivierenden Rückentrainings zu diesen und anderen Rückenschulkonzepten ist der Betreuungszeitraum von einem Jahr. Mit dem e-Training begleiten, betreuen und motivieren Therapeuten/-innen über diesen Zeitraum die Teilnehmer mit dem Ziel, sie langfristig an körperliche Aktivitäten zu binden und einen gesundheits- und rückenorientierten Lebensstil anzunehmen. Dies geschieht durch den Einsatz zeitgemäßer Kommunikation und innovativer Software.

Interessierte Einrichtungen können sich bei Kooperationsinteresse oder weiteren Informationsbedarf bis 15.2.2008 an folgende Kontaktpersonen wenden:

Cathleen Wenning, SBK-Zentrale: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Irina Fellenstein, SBK-Regionalvertretung Nordbayern: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Es wird darum gebeten, Angaben zur Ausstattung und personellen Besetzung der Therapieeinrichtung zu machen, wie z.B. über Angebote und Qualifikation im Bereich Prävention und Rehabilitation von Rückenschmerzen.