11.02.2008

Die im letzten Jahr begonnene intensive Kooperation zwischen der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) und dem Deutschen Verband für Sporttherapie und Gesundheitssport (DVGS) bei dem „Bewegungsprogramm Mammakarzinom“ trägt unerwartet schnell Früchte. In den vier Pilotregionen Köln, München, Hamburg und Berlin ist mittlerweile eine rege Nachfrage in Richtung DAK entstanden, um das eigene hohe Informationsbedürfnis bei den an Brustkrebs erkrankten Frauen zu decken. Diese gute Resonanz hat die DAK bewogen, im Frühjahr 2008 ein zweites Bewegungsprogramm für die Krankheit Diabetes Mellitus Typ I und Typ II in den Bundesländern Thüringen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Hessen in Gang zu bringen. Der DVGS hat die Inhalte für das Disease-Management-Programm Mammakarzinom entwickelt. Die epidemiologisch begründeten und evidenzbasierten 14-stündigen DMP-Bewegungsprogramme entsprechen festgelegten Qualitätskriterien. Darüber hinaus läuft die Ausbildung für die Kursleiter über den DVGS, entsprechende Lizenzen können in den Lehrgängen erworben werden. Für die Evaluierung an der Universität Heidelberg hat der Verband die Koordination übernommen. In der Wissenschaft ist mittlerweile unumstritten, dass Bewegung und Sport den Krankheitsverlauf von Brustkrebs maßgeblich beeinflussen.

Ermutigt durch das positive Feedback der Erkrankten beim Brustkrebs sollen die Auswirkungen der Bewegung auch bei Diabetes für die DAK-Versicherten zugänglich gemacht werden. Für alle über den DVGS qualifizierten Sport- und Bewegungstherapeuten mit dem Zertifikat „Innere Erkrankungen“ sowie den aktuellen Lizenzen „Sporttherapie in der Onkologie“ oder „Sporttherapie bei Diabetes mellitus“ erschließt sich eine weiteres neues Betätigungsfeld. 

In den Programmen eingesetzt werden nur Sport– und Bewegungstherapeuten mit den genannten Qualifikationen und einer zusätzlichen Einweisung in das spezifische DVGS/ DAK-Programm. Mit der 15-stündigen Schulung können Lizenzen aus dem Segment „Innere Erkrankung“ aufgefrischt werden.

Für die Ausweitung des Programms können noch neue Kooperationspartner aufgenommen werden. Die Einrichtungen könnten dann die abrechnungsfähigen Bewegungsprogramme mit Angeboten für Diabetes Typ I und II umsetzen. Zu den Kandidaten gehören alle Akutkrankenhäuser, Krankenhäuser und Kliniken im Deutschen Netz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser gem.e.V. stationäre und ambulante Rehabilitationseinrichtungen, Gesundheitszentren, aber auch alle Vereine für Gesundheitssport und Sporttherapie oder zur Durchführung des Rehabilitationssportes und des Funktionstrainings. Die Partner müssen kein DVGS-Mitglied sein. Zur Qualitätssicherung ist aber ein projektspezifisches, eintägiges n Koordinierungsgesprächen zwingende Voraussetzung.

Am Projekt interessierte Sport- und Bewegungstherapeuten sowie Einrichtungen können sich informieren bei der DVGS-Geschäftsstelle, per Telefon (02233-650-17/18) oder Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) erreichbar