Leipzig, 8. Dezember 2010
Hochkarätiges Fortbildungsangebot für Physio- und Sporttherapeuten, Übungsleiter und Sportlehrer sowie Fitnesstrainer im Kongress der therapie Leipzig

Deutscher Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie (DVGS) gestaltet Fachprogramm zu Sport- und Bewegungstherapie

Trends in der Sport- und Bewegungstherapie präsentiert der Deutsche Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie e. V. (DVGS) auf der therapie Leipzig vom 10. bis 12. März 2011. Von betrieblichem Gesunheitsmanagement bis zu Sturzprophylaxe und neuer Rückenschule reicht die Themenpalette des Fortbildungsangebotes. Physio- und Sporttherapeuten, Übungsleiter sowie Sportlehrer können sich ebenso über Bewegungsprogramme als Zusatzangebot für Disease Management Programme oder Professionalisierung in der Branche informieren. Der DVGS ist erstmals Partner der therapie Leipzig. Am 10. März 2011 gestaltet der Fachverband gemeinsam mit Kooperationspartnern ein Plenum zu Qualitätssicherung im Gesundheitswesen sowie zu Neuheiten in der Bewegungstherapie. Zudem fällt in Leipzig der Startschuss für eine bundesweite Qualitätsplattform Gesundheit von DVGS, Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie IZI sowie Europäischer Vereinigung für Vitalität und Aktives Altern e. V. (eVAA).

 

"Das 'Medikament' Bewegung ist eine sehr effektive und vergleichsweise kostengünstige 'Medizin', die in unserer immer älteren und damit leider auch kränkeren Bevölkerung künftig eine größere Rolle spielen wird", betont Angelika Baldus, Geschäftsführerin des DVGS e. V.. "Die Zunahme chronisch und mehrfach Erkrankter - also multimorbider Patienten - erfordert umfassend qualifizierte Therapeuten und Übungsleiter." Die Berufsbilder seien nicht nur durch die Umstellung auf Bachelor- und Masterabschlüsse in den Universitäten im Wandel, sondern genauso aufgrund demografischer Entwicklungen: "Maßgeschneiderte Programme berücksichtigen zugleich neurologische Krankheiten wie Demenz oder Depression und körperliche Defizite."

Eine erfolgreiche Möglichkeit ist laut Baldus die Integration von Bewegungsangeboten in Disease Management Programme (DMP) - strukturierte Behandlungsprogramme für chronisch Erkrankte. "Die Wirksamkeit haben wir in Studien mit der DAK Hamburg nachgewiesen", berichtet Baldus. "Die Zusatzkurse in ambulanten Rehazentren, Sport- oder Fitnesseinrichtungen kosten rund 90 Euro, werden von Therapeuten oder Sportlehrern durchgeführt. Die Betroffenen gewinnen Lebensmut und die Motivation, ihr Verhalten zu ändern." Am 11. März informiert der DVGS über die Erfahrungen in DMP-Programmen für Patienten mit Brustkrebs, Diabetes mellitus oder koronarer Herzkrankheit sowie multimorbide Patienten mit Diabetes mellitus und koronarer Herzkrankheit in Verbindung mit Adipositas (9.30 bis 12.30 Uhr).

Qualität aus einer Hand

"Die Leistungserbringer müssen ihr Angebot erweitern", ist Baldus überzeugt. Sie sollten sich als medizinische Versorgungszentren aufstellen sowie vieles aus einer Hand anbieten - von Akutversorgung bis Rückenschule. Dies ermögliche zum Beispiel auch Fitnessclubs neue Kooperationen. "Vernetzung und Qualität lauten die Stichworte. Wer den Zug verpasst, wird scheitern." Chancen des Qualitätswettbewerbs und neue Entwicklungen in der Bewegungstherapie stehen im Mittelpunkt des Plenums am 10. März 2011 (15.00 bis 18.00 Uhr). "Immer mehr Anbieter stellen fest, dass erste Plätze im Qualitätsrankig sich rechnen", so Baldus. Zurzeit herrsche aber noch Wildwuchs bei Qualitätskriterien und -kontrollen im Gesundheits- und Sozialwesen. Deshalb werde der DVGS gemeinsam mit Partnern in der Gesundheitsregion Leipzig eine Plattform etablieren, die umfassende Qualitätsmerkmale erstellt sowie deren Einhaltung prüft. Der Start sei auf der therapie Leipzig geplant.

Bewegung als Kapitalanlage

"Bewegungsmanagement in den Betrieben ist eines der heißesten Themen. Denn wer bis 67 arbeiten soll, muss gesund bleiben", erklärt Angelika Baldus. "In den USA heißt es: Wer hier einen Dollar investiert, bekommt fünf zurück. Moderne Unternehmen begreifen Bewegungsangebote deshalb als Kapitalanlage." Programme "von der Stange" seien jedoch wenig effektiv: "Arbeitsmediziner, Physio- und Sporttherapeuten müssen sie gemeinsam auf die Firmenbedürfnisse zuschneiden. Kleinere Unternehmen können sich auch zusammenschließen." Informationen über dieses Qualifikationsfeld für Physio- oder Sporttherapeuten und Sportlehrer liefert das Seminar "Qualitätssicherung und Professionalisierung im betrieblichen Gesundheitsmanagement“ (10. März 2011, 10.00 bis 13.00 Uhr).

Hintergrund therapie Leipzig

Die therapie Leipzig ist Deutschlands bedeutendste interdisziplinäre Fortbildungsveranstaltung für Physio- und Ergotherapeuten, Masseure und medizinische Bademeister, Ärzte, Logopäden sowie Sporttherapeuten und kooperiert mit 17 Berufsverbänden. Sie fand 2003 erstmals als eigenständige Kongressmesse statt und war 2009 mit 1.830 Kongressteilnehmern sowie 10.200 Fachbesuchern die größte Fachmesse mit Kongress der Branche. Zur fünften Ausgabe der therapie Leipzig vom 10. bis 12. März 2011 werden mehr als 250 Aussteller und rund 2.000 Teilnehmer im Kongressprogramm erwartet. Die Fachveranstaltung gliedert sich in die Bereiche: Medizinische Rehabilitation, Prävention sowie Medical Fitness und Wellness und Alternative Heilverfahren.

DVGS - Die Veranstaltungen im Einzelnen:

Donnerstag, 10. März 2011

10.00 bis 13.00 Uhr
AK 5 - Qualitätssicherung und Professionalisierung im betrieblichen Gesundheitsmanagement (Klaus Weiß, Heidelberg)

15.00 bis 18.00 Uhr
Plenumsveranstaltung DVGS und Kooperationspartner

(eVAA e. V., Sport- und bewegungswissenschaftliche Institute der Universitäten Heidelberg, Leipzig und Erlangen)

Gesundheitswesen im Wandel: Qualitätssicherung und Professionalisierung
Gesellschaftliche und gesundheitspolitische Entwicklungen und deren Bedeutung für Einrichtungen und Professionen im Gesundheitswesen (Angelika Baldus, DVGS)

Bewegungstherapie neu definiert
Rehabilitationswissenschaftliche Entwicklungen und Anforderungen für die Bewegungstherapie (Klaus Pfeifer, Universität Erlangen)

Die neue Rückenschule in Prävention und Rehabilitation
Aktuelle Tendenzen der Konföderation der deutschen Rückenschulverbände KddR und deren Bedeutung für die Qualitätssicherung und Professionalisierung (Martin Steinau, DVGS)

Sturzprävention und Sturzprophylaxe
Aktuelle Entwicklungen der Bundesinitiative Sturz und deren Bedeutung für die Qualitätssicherung und Professionalisierung (Uwe Dresel, Hamburg)

Freitag, 11. März 2011

9.30 bis 12.30 Uhr
AK 3 - Bewegungsprogramme als Zusatzangebot für Disease Management Programme
(Katharina Eckert, Leipzig; Gerhard Huber, Heidelberg)

15.00 bis 18.00 Uhr
AK 6 - ICF Orientierung in der Rehabilitation (Angelika Baldus, DVGS; Dagmar Pöthig, Leipzig)

Samstag, 12.03.2011

14.30 bis 17.30 Uhr
AK 1 - Neue Rückenschule: Neue Aspekte der Rückenschule nach KddR (Heike Streicher, Leipzig)

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therapie Leipzig im Internet: www.therapie-leipzig.de