In einer Pressemitteilung ließ der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) neulich verlauten, dass er dem Auftrag des Gesetzgebers nachgekommen ist, die „Gesundheits- und Früherkennungsuntersuchungen“ für Kinder, Jugendliche und Erwachsene weiterzuentwickeln. Dieser Auftrag ging mit dem Präventionsgesetz einher [1].
Ärztinnen und Ärzten wird gemäß aktuellem Beschluss ermöglicht, Empfehlungen zu Präventionsmaßnahmen auszusprechen. Diese Empfehlungen können sich auf die Handlungsfelder hinsichtlich verhaltensbezogener Primärprävention beziehen: Bewegungsgewohnheiten, Ernährung, Stressmanagement, Suchtmittelkonsum und Sonstiges. Die Ärztinnen und Ärzte sind angehalten an die Krankenkassen zu verweisen, die über geprüfte und anerkannte Präventionsangebote informieren sollen [1,2].

InFormProjekte in Gesundheitsförderung und Prävention durchzuführen ist heutzutage alles andere als ein Kinderspiel. Alle Welt schreit nach Qualitätssicherung und Evaluation von Maßnahmen. Außerdem ist Öffentlichkeitsarbeit gefragt und stellt eine wichtig Voraussetzung für den Erfolg von Projekten dar. Für viele Anbieterinnen und Anbieter sind das erstmal zusätzliche Aufgaben neben ihrem Kerngeschäft, welches zum Beispiel beinhaltet hochwertige Bewegungsprogramme an die Frau und den Mann zu bringen oder andere als AnbieterInnen auszubilden.

Wer Kursleiter in Bewegungsprogrammen im Bereich der Prävention ist, kennt das gut: Für eine Gruppe mit max. 12 Teilnehmern finden sich ca. 10 Frauen ein und man kann froh sein, wenn sich 1-2 Männer in die Gruppe verirren. Froh kann man nicht deshalb sein, weil man ein Geschlecht bevorzugt, sondern weil die Männer ebenfalls von Bewegung profitieren würden! Sie würden so sehr profitieren, dass es vom Bundesministerium für Gesundheit sogar extra eine Broschüre gibt: „Männer in Bewegung!“ (Online verfügbar unter http://bit.ly/1TIGD7t)

DVGSHürth-Efferen, 07.04.2016 ─ Der Deutsche Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie e. V. (DVGS) macht anlässlich des Weltgesundheitstages am 07.04.2016 auf die Bedeutung von körperlicher Aktivität für Prävention und Gesunderhaltung aufmerksam. In Zeiten, in denen weltweit immer mehr Menschen einen inaktiven Lebensstil pflegen, steigt die Zahl sogenannter Zivilisationskrankheiten wie Diabetes mellitus oder Adipositas stetig an. Deshalb muss das politische Leitmotiv lauten: Mehr bewegen und weniger sitzen. Die positive Wirkung von Bewegung auf die Gesundheit ist inzwischen wissenschaftlich hinreichend belegt. Trotzdem mangelt es nach wie vor an klaren Präventions- und Umsetzungsstrategien seitens der Politik und der Kostenträger. So bleibt eine Diskrepanz zwischen Evidenz und Anwendung zu beobachten, die der DVGS aktiv seit mehr als 30 Jahren zu überwinden hilft.

Master IST HochschuleIm Oktober 2016 startet erstmals der neue Master-Studiengang „Prävention, Sporttherapie und Gesundheitsmanagement“ an der IST-Hochschule für Management. Der als Fernstudium konzipierte Studiengang bereitet gezielt auf verantwortungsvolle Führungspositionen in einem der wichtigsten Berufsfelder der Zukunft vor.

Die Prognosen für die Gesundheitsbranche sind seit Jahren positiv. Verschiedene gesellschaftliche Entwicklungen, wie zum Beispiel der demografische Wandel, bringen aber auch besondere Herausforderungen für den Gesundheitsmarkt mit sich. Wer hier beruflich erfolgreich sein möchte, sollte über spezifisches Fachwissen verfügen.

Von 29.02. bis 02.03.2016 fand im Eurogress Aachen das 25. Rehabilitationswissenschaftliche Kolloquium der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW) und der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV) statt. Dabei standen vor allem die jüngsten gesundheitspolitischen Veränderungen wie das Präventionsgesetz, die überarbeitete Klassifikation Therapeutischer Leistungen sowie die neuen Reha-Therapiestandards im Zentrum des Interesses. Konsens konnte hierbei zwischen den Rehabilitationsakteuren allerdings nicht gefunden werden, was sich vor allem in den kontroversen Plenardiskussionen widerspiegelte.

Die Nationale Präventionskonferenz (NPK) verabschiedete am 19.02.2016 die Bundesrahmenempfehlungen nach § 20 d Absatz 3 SGB V - zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität von Gesundheitsförderung und Prävention.

In der NPK sind alle Sozialleistungsträger mit Stimmrecht vertreten als Arbeitsgemeinschaft der Spitzenorganisationen der GKV (Gesetzliche Krankenversicherung), SPV (Pflege), GUV (Unfallversicherung) sowie GRV (Rentenversicherung).
Daneben gibt es zahlreiche Mitglieder mit beratender Stimme - beispielsweise die Bundesvereinigung für Prävention und Gesundheitsförderung (in der der DVGS langjähriges Mitglied ist). Zudem wurde mit den zuständigen Ministerien auf Bundes- und Landesebene "Benehmen hergestellt".
Interessierte Leser können genauere Informationen downloaden unter www.gkv-spitzenverband.de

Professionelle Patientenleitlinien, so könnte man sagen, sind wichtiger denn je. Die Zunahme chronischer Erkrankungen und eine enorme Vielzahl an Behandlungsangeboten sind nur zwei Begebenheiten die das unterstreichen. Insbesondere chronisch Kranke tun gut daran, Experten Ihrer Erkrankung zu werden. Der Wust an Behandlungsangeboten und Gesundheitsinformationen macht es ihnen nicht leicht. Das Internet ist oft nicht hilfreich, weil nicht für jeden Benutzer sofort einsichtig ist, welche Quellen seriös sind. Selbst aus seriösen Quellen können zudem immer noch tendenziöse Informationen stammen. Auch Gesundheitsfachleute sind nicht immer hilfreich. Es ist nicht garantiert, dass einzelne Berufsgruppen einen Überblick haben über das Behandlungsspektrum anderer Fachbereiche und dessen Wirksamkeit.
Interdisziplinäre Patientenleitlinien, welche sich nach wissenschaftlicher Evidenz richten, sind daher das Gebot der Stunde.