Gesetzliche Grundlage:
§ 20 und § 20A SGB V

Handlungsfeld: Arbeitsbedingte körperliche Belastungen
Thematische Schnittmengen zu anderen Handlungsfeldern nach § 20 Abs.1 SGB V sind multimodal möglich:

  • Arbeitsbedingte körperliche Belastungen: Vorbeugung und Reduzierung arbeitsbedingter Belastungen des Bewegungsapparates
  • Handlungsfeld Ernährung (Ernährung und verhaltensorientierte Bewegung zur Vermeidung und Reduktion von Übergewicht / vgl. Deltaprinzip)
  • Stressmanagement (Förderung von Entspannung durch verhaltensorientierte Bewegung)
  • Förderung individueller Kompetenzen und unterstützende Maßnahmen zum Suchtmittelkonsum (Verhaltensorientierte Bewegungsmaßnahmen als Zugang zu einem gesundheitsgerechten Umgang mit Nikotin, Alkohol)
  • Gesundheitsgerechte Mitarbeiterführung

Kriterium/Kernziele:
Zur Erzielung von Gesundheits-, Verhaltens- und Verhältniswirkungen und der zu erlangenden Handlungskompetenz und Eigenverantwortung sollen nachfolgend benannte Kernziele angesteuert werden und mit jeweiligen Interventionen ( Inhalte und Methodiken ) in Gesundheitsaktionstagen unterstützt werden:

Kernziel 1: Aufbau und Bindung an körperliche Aktivität
Kernziel 2: Verbesserung der Bewegungsverhältnisse für körperliche Aktivität in Alltag, Freizeit und Schwerpunkt Arbeitsplatz (strukturelle Anpassung im Setting, räumliche Anpassung, Netzwerkbildung, etc.)

PlusBox:
Kernziel 3: Stärkung psychosozialer Gesundeitsressourcen durch biopsychosozial orientierte Tools (insbesondere Handlungs- und Effektwissen, Selbstwirksamkeit, Stimmung, Körperkonzept, soziale Kompetenz und Einbindung)
Kernziel 4: Stärkung physischer Gesundheitsressourcen durch motorische Tools
(insbesondere Auswahl von Faktoren gesundheitsbezogener Fitness)
Kernziel 5: Verminderung von Risikofaktoren (insbesondere solche des Herzkreislaufsystems sowie des Muskel-Skelettsystems)
Kernziel 6: Bewältigung von psychosomatischen Risiken, Beschwerden und Missbefindenszuständen (z.B. drohende Erschöpfung)

Ziel der Maßnahmen sind die Optimierung der Arbeitsbedingungen und die Erhöhung der Arbeitszufriedenheit.

Im Sinne der Nachhaltigkeit ist ein Transfer der Arbeitsplatzintervention zu Alltags- und Freizeitaktivität der Versicherten intendiert.

Ziel ist die Hinführung zum Selbstmanagement/Empowerment des Mitarbeiters. Eine besondere Zielsetzung ist für die Themata Employability sowie Workabiliy angelegt.

Inhalte und Methoden:
Es liegen bereits erprobte Inhalte, Methoden und Programme zugrunde.

Es werden die Ziele nach SMART formuliert (spezifisch, messbar, angemessen, realistisch, terminiert).

Ferner wird die konkrete Intervention anhand der Angabe von Zielgruppen einschließlich Zugangswegen, Akteuren, Vorgehensweise, Bedarfen, Inhalten, Methoden, Qualitätssicherung und Erfolgsbewertung klar beschrieben.

Die Konzeption und Interventionsauswahl erfolgt nach biopsychosozialen Aspekten (ICF-Orientierung).

Es finden arbeitsplatzsbezogene verhaltens- und verhältnisorientierte Gruppenverfahren statt zur Vermittlung von Steuerungs,- Handlungs/Bewegungs- und Selbstregulationskompetenzen durch kognitive, motorische und sozial-affektive Interventionen (Theorie und Praxis>) unter Einbezug gängiger Verfahren des Qualitätsmanagements und der Qualitätssicherung (DIN EN 15224:2012). In Zusammenarbeit von Beschäftigten und Experten werden unter ICF-orientierten Aspekten Vorschläge zur Veränderung des Verhaltens und der Verhältnisse am Arbeitsplatz mit der Schnittstelle zu Alltag und Freizeit entwickelt und implementiert Die Interventionsauswahl umfasst
Motorische Inhalte (Üben/Trainieren)
Kognitive Inhalte (Erlernen)
Sozial-affektive Inhalte (Erleben)

Zielgruppe:
Beschäftigte aus betrieblichen Bereichen mit individueller und/oder arbeitsplatzabhängigen Chronifizierungsrisiken im psychosozialen Bereich

Beschäftigte aus betrieblichen Bereichen mit einseitiger oder hoher Belastung, bewegungsarmen Tätigkeiten bzw. mit Beschwerden des Bewegungsapparates.

PlusBox:
Die Zielgruppe ist aktiv in die Intervention einbezogen (Partizipation).
Zugangsbarrieren werden vermieden (Niedrigschwelligkeit).
Die Wahl der Zielgruppe ist auf die Förderung gesundheitlicher Chancengleichheit ausgerichtet (Chancengleichheit).

Fachkräfte:
Die durch den Auftragnehmer vermittelten Fachkräfte entsprechen den Anbieterqualifikationen des Leitfadens Prävention zum Stand 27.08.2010.
Es erfolgen zusätzliche Briefings, Einweisungen und Multiplikationen in die durchzuführenden Aktionstage.
Neben Sportwissenschaftlern werden auch Fachkräfte aus den Ausbildungsbereichen „Pädagogen" und „Gesundheitswissenschaftler" vermittelt werden.

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