AktGT – Aktualisierung des Gesundheitstrainingsprogramms der DRV

Kurzbeschreibung
Das Forschungsprojekt „Aktualisierung des Gesundheitstrainingsprogramms der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV Bund)“ entwickelt das Gesundheitstraining der DRV Bund weiter.
Das Gesundheitstraining ist ein curricular strukturiertes Schulungsangebot für die medizinische Rehabilitation und umfasst derzeit 22 krankheitsspezifische sowie 7 krankheitsübergreifende Curricula. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der medizinischen Rehabilitation werden die Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Interprofessionalität systematisch integriert.
Ziel ist es, die Gesundheitskompetenz von Rehabilitand:innen zu stärken und sie beim selbstständigen Krankheitsmanagement zu unterstützen. Dazu sollen fachlich, methodisch und grafisch neu gestaltete Schulungsmaterialien und Rahmenempfehlungen digital bereit gestellt werden. Diese sollen den Bedarfen der belegten Reha-Einrichtungen entsprechen und moderne, anwenderfreundliche Schulungstools etablieren.
Projektleitung und Projektpartner
- Fördergeber: Deutsche Rentenversicherung Bund
- Versorgung: Rehabilitation
- Laufzeit: 07/2026 – 06/2029
- Programm: Rehabilitation
- Förderkennzeichen: /
- Web: https://www.ukw.de/forschung-psychiatrie/drittmittelprojekte/rehawissenschaften-aktgt/
- Leitung: Universitätsklinikum Würzburg, PD Dr. Karin Meng – Webseite
Rolle des DVGS e.V. im Projekt
Der Deutsche Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie e.V. (DVGS) engagiert sich als Fachverband im Projektbeirat AktGT und bringt seine Expertise zu den bestehenden Standards aus Perspektive der Sport- und Bewegungstherapie ein.
Das Gesundheitstraining der DRV darf nicht isoliert betrachtet werden: Es muss als passgenaues Pendant zu den übrigen KTL-Kapiteln (insbesondere dem Kapitel A für Sport- und Bewegungstherapie) und dem etablierten Qualitätsverständnis der Rehabilitation fungieren. Die Beiratsarbeit stellt sicher, dass die Anforderungen an die Befähigung der Rehabilitanden nahtlos ineinandergreifen. Dieses harmonisierte Fundament baut auf folgenden Säulen auf:
- den Reha-Therapiestandards (RTS) und der KTL 2025, die verbindliche Vorgaben für Umfänge, Inhalte und Leistungserbringung definieren,
- dem offiziellen Praxisleitfaden Bewegungstherapie der DRV,
- den evidenzbasierten Praxisempfehlungen zur Bewegungsförderung in der Bewegungstherapie.
Dabei bringt der DVGS seine Fachexpertise zielgerichtet über vier zentrale Dimensionen der Gesundheitskompetenz in das Projekt ein:
- Bewegungsbezogene Gesundheitskompetenz: Vermittlung von Bewegungs-, Steuerungs- und Selbstregulationskompetenzen, damit Rehabilitanden eigenverantwortlich einen körperlich aktiven Lebensstil aufbauen und dauerhaft im Alltag beibehalten können.
- Digitale Gesundheitskompetenz: Förderung der Fähigkeit, digitale Technologien und elektronische Medien souverän zu nutzen, um gesundheitsrelevante Informationen zu finden, zu verstehen, kritisch zu bewerten und gezielt anzuwenden.
- Organisationale Gesundheitskompetenz: Mitgestaltung von Rahmenbedingungen und Strukturen innerhalb der Reha-Einrichtungen, die bewegungsfördernde Angebote nutzerfreundlich, barrierearm und interprofessionell zugänglich machen.
- Professionelle Gesundheitskompetenz: Stärkung der Handlungssicherheit von Therapeuten und Reha-Teams durch praxisnahe methodisch-didaktische Konzepte für die interprofessionelle Zusammenarbeit.
Die Förderung der bewegungsbezogenen Gesundheitskompetenz, die Personorientierung sowie konkrete Methoden zur individuellen Befähigung sind bereits seit vielen Jahren fest im Modulhandbuch Sport-/Bewegungstherapie DVGS verankert und bilden das Fundament der therapeutischen Zusatzqualifikationen des DVGS.
Einordnung des Projekts
Im Zentrum steht dabei die inhaltlich-thematische Konsistenz, die durch eine systematische Verzahnung der Materialien erreicht wird. Statt isolierter Einzellösungen werden spezifische Kernthemen wie Bewegung, Schmerzbewältigung oder Lebensstiländerungen modularisiert und logisch miteinander verknüpft. Dadurch entsteht ein roter Faden über verschiedene Krankheitsbilder hinweg. Die digital bereitgestellten Schulungsmaterialien und Rahmenempfehlungen fördern die Qualitätssicherung und erhöhen durch die Nutzerfreundlichkeit auch die Anwendung im klinischen Alltag.
Verweise und Downloads
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