DVGS-Blog

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Schön wäre das, denkt sich Mancher. Erst jüngst habe ich einen Artikel gelesen, in dem in Bezug auf Diabetes mellitus die „Ersatzpille für Sport“ zu den „Zukunftsvisionen“ gezählt wurde (dvgs.de berichtete).
Pillen und/oder Nahrungsergänzungsmittel, so der Wunsch, sollten möglichst gesundheitliche Effekte auslösen, die ansonsten durch Bewegung herbeigeführt werden. Dann könnten wir uns die ganze schweißtreibende Aktivität sparen und müssten „nur“ eine Pille nehmen.

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Köppel, M. & Peters, S. Ach, die Evolution…
Entsprechend des darwinistischen Selektionsprinzips überleben jene Spezies, welche sich am effizientesten an die Widrigkeiten ihrer Umwelt anpassen können. Denkt man an das genetische Erbe des Menschen, das noch immer dem seiner steinzeitlichen Vorfahren gleicht, wird offensichtlich, dass die Bewegungsgewohnheiten des 21. Jahrhunderts nicht denen entsprechen, an welche sich der Homo Sapiens seinerzeit hat anpassen müssen (Booth & Lees, 2007). O'Keefe et al. (2010) kommen hierbei auf ein geschätztes heutiges Defizit hinsichtlich des Energieverbrauchs von etwa 600 kcal/Tag. Doch wie sah das Aktivitätsprofil des steinzeitlichen Jägers aus? Es ist anzunehmen, dass hier ein Aktivitätscocktail zu finden war, welcher aus Phasen ausdauernden nomadischen Wanderns bestand, gespickt mit intermittierendem, hochintensiven Jagden und Kämpfen. Wenn man aus Letzterem heutzutage eine Trainingsform ableiten würde, also z. B. intensives Intervalltraining, wie könnte das genau aussehen und wie ist es um die Gesundheitswirkungen bestellt?

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Some time ago, I delivered an obesity prevention course. When the group and I discussed the opportunities for physical activity (PA) in our everyday lives, there was a participant, who spoke up. She almost literally said this: „So all you’re saying is that we should make ourselves less comfortable“. I immediately recognized that she was right and I hadn’t thought about it that way or in that phrasing.

Jul 10 2015
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Der Gesundheitsnutzen von Bewegung bei Kindern ist unbestritten, aber viele Kinder sind nicht körperlich aktiv genug. In England z. B. erfüllen ca. 2 von 10 Kinder im Alter zwischen 5 und 15 Jahren die dortigen Empfehlungen für körperliche Aktivität nicht (die Empfehlung wäre jeden Tag mindestens eine Stunde moderate bis intensive körperliche Aktivität [1]):
PA Prevalence

Jun 15 2015
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Erst wenn sie „auf dem Zahnfleisch gehen“ suchen Männer einen Arzt auf. So lautet die These eines jüngst auf www.welt.de erschienenen Artikels [1]. Darin werden Untersuchungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) aufgeführt, wonach Männer gleich in mehrerer Hinsicht ein Risikoverhalten an den Tag legen, das sich gewaschen hat. Der Artikel merkt weiterhin an, dass Frauen oft die treibende Kraft sind, wenn es darum geht, dass Männer gesundheitlich die Kurve kriegen.

Jun 05 2015
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Für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen hat die städtische Infrastruktur so manches Hindernis parat. Treppen ohne Aufzug, Gehwege, die manchmal schmal oder in schlechtem Zustand sind oder auch manchmal nicht vorhanden sind und Gebäude die mit Rollstuhl kaum zugänglich, lassen sich hier aufführen, um nur einige Herausforderungen zu nennen. Immer wieder wird in diesem Zusammenhang das Vorhandensein von Rampen auf bzw. Einschnitte im Bordstein thematisiert [1,2].

Wenn die Infrastruktur bzw. die Umwelt nicht bewegungsfreundlich ist für Personen mit Mobilitätseinschränkungen, dann kann das nicht nur eine massive Barriere gegenüber körperlicher Aktivität sein, sondern auch die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben stark einschränken.

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Trish Livingston, Deakin University

Prostate cancer is the most commonly diagnosed male cancer in Australia, with around 20,000 cases detected each year.

Depending on the type of treatment, many men living with prostate cancer are confronted with significant changes in their body composition. These can lead to generalised muscle weakness, fatigue and depression. This can make exercising difficult, particularly if it wasn’t part of their routine before diagnosis.

Androgen deprivation therapy or hormone therapy is commonly prescribed to reduce levels of male hormones, such as testosterone, to prevent the spread of prostate cancer.

Mai 08 2015
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Tim Olds, University of South Australia

Obesity researchers have been in a tug-of-war for decades now — is obesity really that bad for us, or isn’t it? Is it getting worse or better? Is it a matter for individual choice or collective action? And in the past week, there’s been a new offensive in the obesity wars.

The authors of a rather incendiary editorial published in the British Journal of Sports Medicine started this round with the claim that the main cause of obesity was overeating, particularly eating too much refined carbohydrate. And, they added, physical activity plays little, if any role.

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Robert-wimmerDer Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks zählt heutzutage, auch bei Jüngeren, zu einem Routineeingriff. Alleine 2010 waren es in Deutschland 210.000 künstliche Hüftgelenke, die implantiert wurden [1].

Bewegung und Sport gehören bei bestehendem Gelenkersatz genauso zu einem gesunden Lebensstil, wie vor der Operation, da ist sich die Fachwelt einig. „Allerdings sollten die Patienten mit dem behandelnden Orthopäden besprechen, welche Sportarten geeignet sind", rät ein Artikel im Ärzteblatt [2]. Es ist nicht die Frage nach dem „ob", sondern nach dem „was", an der sich die Geister scheiden. Was für eine Empfehlung werden Gesundheitsfachleute wie der oben angesprochene Orthopäde allerdings geben?

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In den letzten beiden Blog-Beiträgen ging es darum, dass die kardiologische Rehabilitation zu wenig nachhaltig zu sein scheint hinsichtlich der Bindung an körperliche Aktivität. Deshalb bietet es sich an, verhaltensbezogene Techniken einzusetzen.

Davon gibt es eine lange Liste (z. B. [1]) und so stellt sich die Frage, was für Techniken sich als wirksam erwiesen haben in der Förderung körperlicher Aktivität bei Herzpatienten.

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Verhaltensbezogene Techniken
Der kardiologischen Reha scheint es an Nachhaltigkeit zu mangeln! Langfristig bleiben oder werden viele Herzpatienten wohl nicht körperlich aktiv, obwohl es so viel gesundheitlichen Nutzen hätte.
Dies hatten wir im letzten Beitrag beschrieben. Niederländische Forscher sind in einer Übersichtsarbeit, die dieses Jahr veröffentlicht wurde, über viele Studien zu diesem Schluss gekommen [1].
Sehr überraschend ist der Befund nicht. Conraads und Kollegen bezeichnen eine solche fehlende Bindung gar als die Achilles Ferse von körperlichem Training und zählen eine Vielzahl an Barrieren für Patienten mit Herzinsuffizienz auf. Hierunter fallen u.a. Faktoren, die sich auf die PatientInnen generell beziehen (z. B. niedriges Bildungsniveau, Mangel an Motivation), sowie auf deren Krankheit (z. B. Stärke der Symptome, Behinderungsgrad) oder auf die Gesundheitsfachleute bzw. das Gesundheitssystem (z. B. fehlendes Expertise bzgl. Herzinsuffizienz) [2].

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KR = " Kardiologische Rehabilitation"

Kardiologische Rehabilitation und Bewegung

Wenn wir an die Gesundheit der Bevölkerung und an Bewegung denken, so kommt uns oft in den Sinn, dass Bewegung immer wichtiger wird, weil bestimmte chronische Erkrankungen zunehmend häufiger werden. Man denke hierbei z. B. an Diabetes Typ 2 oder Hüft- und Kniearthrose.

Bei koronarer Herzkrankheit und Herzinfarkt hingegen gibt es im Wesentlichen keinen Anstieg und die Sterblichkeitsraten von Krankheiten des Kreislaufsystems sind zuletzt in Deutschland rapide gesunken [1]. Diese erfreuliche Entwicklung unterstreicht wiederum massiv die Bedeutung der kardiologischen Rehabilitation (KR), z. B. in der Versorgung von Überlebenden kardialer Notfälle [2].

Die Zielgruppen der KR sind vielfältig. Es fallen Personen nach akutem Koronarsyndrom darunter, wie auch Personen nach dekompensierter Herzinsuffizienz oder mit klinisch stabiler koronarer Herzkrankheit [3].

Körperliche Aktivität und körperliches Training spielen in der KR eine entscheidende Rolle (u.a. [4]). Langfristige Bindung an einen körperlich aktiven Lebensstil ist ein sehr zentrales Ziel.

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Bewegung tut der Psyche gut, das ist mittlerweile weithin bekannt und auch nachgewiesen [4]. Wie relevant das ist, muss man heute auch kaum noch jemandem erzählen, wo doch die Medien wöchentlich herausstellen, wie es z. B. um die psychische Gesundheit deutscher ArbeitnehmerInnen bestellt ist.

Während chronischer Stress, Burnout und Depressionen unter großer medialer Daueraufmerksamkeit stehen, sind die weit verbreiteten Angststörungen etwas weniger präsent, auch wenn die aktuelle Ausgabe des Stern sich der Thematik angenommen hat. Eine große Untersuchung des Forscherteams um den Dresdner Professor Hans-Ulrich Wittchen förderte zutage, dass innerhalb eines Jahres ca. 60 Millionen EuropäerInnen an Angststörungen leiden [7]. Zumeist wird in der Therapie eine Kombination aus Psychotherapie und Medikamenten eingesetzt.

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Der DVGS e.V. war anhörungsberechtigt zur Stellungnahme im G-BA bei der Überarbeitung der Richtlinien zu Patientenschulungsprogrammen für DMP-Indikationen.
Wir veröffentlichen an dieser Stelle für Interessierte einen Auszug aus der Stellungnahme zum Thema Brustkrebs.

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Der DVGS e.V. war anhörungsberechtigt zur Stellungnahme im G-BA bei der Überarbeitung der Richtlinien zu Patientenschulungsprogrammen für DMP-Indikationen.
Wir veröffentlichen an dieser Stelle für Interessierte einen Auszug aus der Stellungnahme zum Thema COPD.

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Der DVGS e.V. war anhörungsberechtigt zur Stellungnahme im G-BA bei der Überarbeitung der Richtlinien zu Patientenschulungsprogrammen für DMP-Indikationen.
Wir veröffentlichen an dieser Stelle für Interessierte einen Auszug aus der Stellungnahme zum Thema Diabetes mellitus.

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