Wir haben heute eine wichtige Nachricht vom Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek) zur potentiellen Möglichkeit der telemedizinischen Betreuung von Personen im Bereich des Rehabilitationssports/Funktionstrainings erhalten.  

Diese stellen wir Ihnen unmittelbar zur Verfügung. Es wurde keine inhaltlichen Änderungen vorgenommen, sondern nur Hervorhebungen zur leichteren Lesbarkeit.

Offizielle Mitteilung: 

Eine dringende medizinische Notwendigkeit zur Fortführung des Rehabilitationssports/Funktionstrainings können wir nicht erkennen. Aus unserer Sicht kann derzeit ein solches Angebot von Tele-Rehabilitationssport den derzeitigen „normalen“ Rehabilitationssport vor Ort in Gruppen NICHT ersetzen. Die im Heilmittelbereich übergangsweise zugelassene Videobehandlung betrifft ausschließlich Einzeltherapiemaßnahmen. Wir bewerten das Angebot im Übrigen als Möglichkeit, dass die Leistungserbringer ihre Kunden an sich binden und nicht den Kontakt verlieren. Insofern ist diese Initiative zu begrüßen.

Die im Heilmittelbereich übergangsweise zugelassene Videobehandlung (Anlage 2) betrifft ausschließlich Einzeltherapiemaßnahmen. Diese Übergangsregelung kann daher nicht auf den Rehabilitationssport bzw. das Funktionstraining, die als Gruppenbehandlung konzipiert sind (vgl. Rahmenvereinbarung RS/FT vom 01.01.2011), übertragen werden. Eine Überwachung und Korrektur der Übungen durch den Übungsleiter ist auch nicht möglich.
 
Im Übrigen sollen die Versicherten durch die bisherigen Teilnahmen grundsätzlich angeleitet sein, die Übungen selbstständig (z.B. in ihrer Häuslichkeit) durchzuführen. 
 
Ferner ist zu beachten, dass nicht jedem Versicherten ein passendes Endgerät zur Verfügung steht bzw. nicht jeder dieses bedienen könnte. Dieses Angebot werden außerdem nur die Leistungserbringer zur Verfügung stellen können, die über die technischen und finanziellen Mittel verfügen, solch ein Angebot aufzubauen und durchzuführen. Es ist zu befürchten, dass es dadurch zu einer (weiteren) Selektierung der Leistungserbringer kommen wird, bei denen die „kleinen“ Vereine/Selbsthilfegruppen weiter verdrängt werden.
 
Eine Prüfung der Unterlagen bzw. eine Abstimmung mit den Rehabilitationsträgern (gesetzliche Krankenkassen und Rentenversicherungsträger) ist kurzzeitig nicht möglich. Wegen der aktuellen Lage wäre die Einbindung des MDK in die Prüfung der Konzeption auch nur bedingt möglich. Hierbei gehen wir auch davon aus, dass neue Angebote auf der Bundesebene zwischen den Vertragspartnern abgestimmt werden.
 
Sollte es im weiteren Verlauf der Corona-Krise zu einer mehrmonatigen Nichtdurchführung von RS/FT kommen, besteht seitens der GKV die grundsätzliche Bereitschaft, mit den Leistungserbringerverbänden zusammen über Lösungen zu beraten.
 
Wir bitten Sie, die Ihnen angeschlossenen Mitgliedsverbände, –vereine und -einrichtungen über die Auffassung der GKV zu informieren.
 
Stand: 26.03.2020
Eine dringende medizinische Notwendigkeit zur Fortführung des Rehabilitationssports/Funktionstrainings können wir nicht erkennen. Aus unserer Sicht kann derzeit ein solches Angebot von Tele-Rehabilitationssport den derzeitigen „normalen“ Rehabilitationssport vor Ort in Gruppen nicht ersetzen. Die im Heilmittelbereich übergangsweise zugelassene Videobehandlung betrifft ausschließlich Einzeltherapiemaßnahmen. Wir bewerten das Angebot im Übrigen als Möglichkeit, dass die Leistungserbringer ihre Kunden an sich binden und nicht den Kontakt verlieren. Insofern ist diese Initiative zu begrüßen.
 
Die im Heilmittelbereich übergangsweise zugelassene Videobehandlung (Anlage 2) betrifft ausschließlich Einzeltherapiemaßnahmen. Diese Übergangsregelung kann daher nicht auf den Rehabilitationssport bzw. das Funktionstraining, die als Gruppenbehandlung konzipiert sind (vgl. Rahmenvereinbarung RS/FT vom 01.01.2011), übertragen werden. Eine Überwachung und Korrektur der Übungen durch den Übungsleiter ist auch nicht möglich.
 
Im Übrigen sollen die Versicherten durch die bisherigen Teilnahmen grundsätzlich angeleitet sein, die Übungen selbstständig (z.B. in ihrer Häuslichkeit) durchzuführen. 
 
Ferner ist zu beachten, dass nicht jedem Versicherten ein passendes Endgerät zur Verfügung steht bzw. nicht jeder dieses bedienen könnte. Dieses Angebot werden außerdem nur die Leistungserbringer zur Verfügung stellen können, die über die technischen und finanziellen Mittel verfügen, solch ein Angebot aufzubauen und durchzuführen. Es ist zu befürchten, dass es dadurch zu einer (weiteren) Selektierung der Leistungserbringer kommen wird, bei denen die „kleinen“ Vereine/Selbsthilfegruppen weiter verdrängt werden.
 
Eine Prüfung der Unterlagen bzw. eine Abstimmung mit den Rehabilitationsträgern (gesetzliche Krankenkassen und Rentenversicherungsträger) ist kurzzeitig nicht möglich. Wegen der aktuellen Lage wäre die Einbindung des MDK in die Prüfung der Konzeption auch nur bedingt möglich. Hierbei gehen wir auch davon aus, dass neue Angebote auf der Bundesebene zwischen den Vertragspartnern abgestimmt werden.
 
Sollte es im weiteren Verlauf der Corona-Krise zu einer mehrmonatigen Nichtdurchführung von RS/FT kommen, besteht seitens der GKV die grundsätzliche Bereitschaft, mit den Leistungserbringerverbänden zusammen über Lösungen zu beraten.
 
Wir bitten Sie, die Ihnen angeschlossenen Mitgliedsverbände, –vereine und -einrichtungen über die Auffassung der GKV zu informieren.