Quellenangabe: © Sasun Bughdaryan – shutterstock.comQuellenangabe: © Sasun Bughdaryan – shutterstock.comSport-/Bewegungstherapie ist derzeit anerkannte Leistung u.a. im Rahmen von:

  • Akutversorgung
    In der Akutversorgung sind Sport-/Bewegungstherapie innerhalb von Fallpauschalen und in der Frührehabilitation (besondere Versorgung SGB V § 140b) abrechnungsfähig.
  • ambulanter und stationärer Rehabilitation
    • Disease Management Programme (SGB V § 137f) mit der Möglichkeit der Zusatzprogramme
      nach SGB V § 43:
      • Mammakarzinom
      • COPD
      • Koronare Herzkrankheit (+ Myokardinfarkt und Herzinsuffizienz)
      • Diabetes mellitus Typ II
    • Patientenschulung (SGB V § 43):
      • Rückenschule
      • Osteoporose
      • Adipositas
  • Im Rehabilitationssport und Funktionstraining (SGB IX § 64)
  • In der Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen (SGB XI § 5)
  • In der Prävention in Form von Präventionsangeboten (SGB V § 20 und 20b)
    • Muskel / Skelettbereich
    • Herz-Kreislaufsystem
    • Entspannungsverfahren
    • Sturzprävention
    • Kräftigung / Ausdauer am Gerät

Abrechnungsfähigkeit der Weiterbildungen/Zertifikate sowie Fortbildungen/Lizenzen des DVGS

Sport-/BewegungstherapeutInnen sind keine Heilmittelerbringer, wie z. B. ÄrztInnen oder PhysiotherapeutInnen. Damit die Leistung eines Sport-/Bewegungstherapeuten abgerechnet werden kann, sind Zusatzqualifikationen wie z.B. die Weiterbildung/Zertifikate "Sport-/Bewegungstherapeut DVGS" oder die Fortbildungen/Lizenzen des DVGS Voraussetzung. Diese sind für die ambulante medizinische und stationäre Rehabilitation von der Bundesarbeitsgemeinschaft Rehabilitation (BAR) anerkannt. Die BAR ist das Dach der Leistungsträger: Gesetzliche Krankenversicherungen (GKV), Deutsche Gesetzliche Unfallversicherungen (DGUV), Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund).

Was bedeutet das im Einzelnen?

In Bezug auf das modulare Fort- und Weiterbildungssystem des Deutschen Verbandes für Gesundheitssport und Sporttherapie e.V. (DVGS) bedeutet das, dass die gesamten Grundlagen der Stufe II und Voraussetzung für die Zulassung der ambulanten medizinischen und stationären Rehabilitation BAR (GKV, DGUV, DRV Bund)/Komplextherapie sind.

  • Alle Lizenzinhalte der Wahlmodule in der Stufe II sind abrechnungsfähig nach §§ 20, 20b SGB V (gem. Leitfaden Prävention 2017 Zentrale Prüfstelle Prävention/ZPP, Setting Betrieb)
  • Rückenschule gem. KddR/Osteporose sind zudem abrechnungsfähig nach § 43 SGB V (ergänzende Leistungen zur Rehabilitation, Patientenschulungen und
    § 64 SGB IX (Indikationsspezifische Angebote im Rehabilitationssport)
  • Das Ergänzungsmodul Kräftigungstraining sowie die Sturzprävention finden zusätzlich Anwendung im § 5 SGB XI (Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen)

Auch die Spezialisierungen der Stufe III (insbesondere die Spezialisierung ORT/mit MTT) sind ebenfalls Voraussetzung für die ambulante medizinische und stationäre Rehabilitation BAR (GKV, DGUV, DRV Bund)/Komplextherapie.

  • Alle Lizenzinhalte der Wahlmodule in Stufe III sind abrechnungsfähig nach
    • § 43 SGB V (ergänzende Leistungen zur Rehabilitation, Patientenschulungen) und
    • § 64 SGB IX (Indikationsspezifische Angebote im Rehabilitationssport)
  • Diabetes mellitus, Adipositas und Onkologie sind zudem abrechnungsfähig nach
    • §§ 20 SGB V (Leitfaden Prävention 2017 Zentrale Prüfstelle Prävention/ZPP)

Je nach Leistungsträger sind 12 - 24 Monate praktische Tätigkeiten in einer zugelassenen rehabilitativen Einrichtung zur Anerkennung des Qualifikationsnachweises MTT erforderlich.