Blog

Artikel bewerten
(0 Stimmen)

Der Vergleich des kardiovaskulären Morbiditäts- und Mortalitätsrisikos von Busfahrern und Schaffnern in London durch Morris in den späten 40ern und frühen 50ern wird von vielen als die Geburtsstunde der Bewegungsepidemiologie gesehen [1]. Während es sich hier noch um korrelative Ergebnisse handelte, die keinen Anspruch auf Kausalität besitzen, liegt inzwischen eine überzeugende Studienlage vor, welche diese Assoziation nicht nur bestätigen, sondern den Ursache-Wirkungs-Zusammenhang untermauern. Körperliches Training beeinflusst wichtige kardiovaskuläre Risikofaktoren positiv. Dazu gehören unter anderem der Blutdruck [2], die Insulinsensitivität [3], aber auch das Risiko für Diabetes Mellitus Typ 2 im Allgemeinen [4,5]. Dies schlägt sich dementsprechend auch in der Sterblichkeit nieder, so zeigen Menschen mit hohem körperlichen Aktivitätsniveau substantiell niedrigere Mortalitäten als inaktive Vergleichspersonen innerhalb desselben Beobachtungszeitraumes [6].

Artikel bewerten
(1 Stimme)

Bei Morbus Parkinson sind die dopaminsensitiven Neuronen in den Basalganglien gestört. Die Basalganglien haben die Aufgabe, die Feinabstimmung eines im Motorkortex angelegten motorischen Befehls vorzunehmen, der von dort aus dann an das Rückenmark gesendet wird. Vom Rückenmark gelangt der motorische Befehl über die Alphamotoneuronen schließlich zur Skelettmuskulatur. Dieser Prozess ist bei Parkinson Patienten gestört, wobei insbesondere automatisierte Bewegungen nicht mehr zuverlässig funktionieren (z. B. Gehen).

Artikel bewerten
(1 Stimme)

Die Gesundheitswelt wird digitaler. Sie bringt neue Leistungen und Angebote hervor, die neue Chancen bieten. Eine notwendige Voraussetzung dafür wird in der digitalen Gesundheitskompetenz gesehen. In Zusammenarbeit mit der DAK-Gesundheit wurde ein Online-Vortrag insbesondere für Versicherte der DAK-Gesundheit entwickelt, um eben diese digitale Gesundheitskompetenz zu fördern. Der Vortrag zielt darauf ab, hinsichtlich der Themen zu digitalen Gesundheitsinformationen und digitalen Gesundheitsangeboten Orientierung zu bieten.

Artikel bewerten
(4 Stimmen)

Es bedarf einer strukturierten Förderung der digitalen Gesundheitskompetenz als notwendige Voraussetzung für diese digitale Transformation im Gesundheitswesen. Diese bringt eine Vielfalt von neuen Leistungen und Angeboten mit sich.

Artikel bewerten
(1 Stimme)

Aus über 700 klinischen Studien zur Wirksamkeit von Bewegung bei Krebs wissen wir, dass Bewegung für die Betroffenen nicht nur sicher ist, sondern auch effektiv zum Nebenwirkungsmanagement eingesetzt werden kann [1,2]. Darüber hinaus sind Sicherheit und Wirksamkeit nicht nur auf beispielsweise die medizinische Rehabilitation beschränkt, sondern konnten sich entlang der gesamten Krebstrajektorie, d. h. von Diagnosestellung bis hin zur Nachsorge, bewähren [3]. Es empfiehlt sich demnach, so früh wie möglich aktiv zu werden, um entlang des gesamten Weges von Bewegung zu profitieren. Welch enormes Potential die frühe Implementierung von Bewegung in die onkologische Versorgung haben könnte, wurde nun in einer im British Journal of Sports Medicine erschienenen Arbeit von Zylstra und Kollegen [4] demonstriert. Zylstra et al. rekrutierten insgesamt 41 Patienten mit Speiseröhrenkarzinom, wovon 21 der Interventions- und 20 der Kontrollgruppe zugewiesen wurden. Im Gegensatz zur ansonsten üblichen zufälligen Gruppenzuweisung (Randomisierung) erfolgte die Zuweisung hier anhand des Wohnortes der Patienten.

Artikel bewerten
(2 Stimmen)

Aufgrund der erhöhten Frakturgefahr stellt das Training mit Patientinnen und Patienten mit Knochenmetastasen eine besondere Herausforderung an die Sport-/Bewegungstherapeuten dar. Zwar liegen inzwischen einige klinische Studien vor, die Patientinnen und Patienten mit Knochenmetastasen einschlossen, allerdings fehlte bisher ein evidenzbasierter Konsens in der Fachliteratur, wie die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten ist. Dieser wurde jetzt von einem internationalen Expertenteam unter deutscher Beteiligung in Person von Prof. Dr. Friederike Rosenberger und PD Dr. Joachim Wiskemann (beide NCT Heidelberg und Vorstandsmitglieder von OnkoAktiv am NCT Heidelberg e.V.) erarbeitet.

Artikel bewerten
(5 Stimmen)

Am 27. September 2021 erschien eine neue Fassung des Leitfadens Prävention. Diese enthält Handlungsfelder und Kriterien nach § 20 Abs. 2 SGB V sowie für stationäre Pflegeeinrichtungen nach § 5 SGB XI. Neu enthalten sind Vorgaben zur digitalen Prävention und Gesundheitsförderung. Das Kapitel 7 beinhaltet explizit auch Games/Gamification. Im DVGS/DAK-G verantworteten Modellvorhaben POLKA werden Games für Pflegende sowie Pflegebedürftige entwickelt. Sie finden hier ein Beispiel für ein Game für Mitarbeitende – unser POLKI-GO. Die Besonderheit des Games liegt in der Erfassung der Schrittzahlen im freudvollen Kontext.

Artikel bewerten
(2 Stimmen)

Hintergrund: So wie auch die körperliche Fitness mit dem Alter abnimmt, kommt es auch im Gehirn zu einer Reduktion der kognitiven Fähigkeiten. Es liegt inzwischen eine gute Evidenz hinsichtlich der positiven Wirkung von Ausdauertraining auf die kognitive Gesundheit vor. Auch kennt man die die molekularen und zellulären Prozesse, welche den zu Grunde liegenden Struktur- und Funktionserhalt bedingen. Für das Krafttraining ist die Datenlage Vergleichsweise kleiner. In einer systematischen Übersichtsarbeit haben Herold und Kollegen (2019) Studien beleuchtet, welche den Zusammenhang von Krafttraining und kognitiver Gesundheit sowohl aus funktioneller als auch morphologischer Perspektive untersucht haben.

Artikel bewerten
(9 Stimmen)

Ende 2020 sind aktualisierten Bewegungsempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO erschienen:  www.who.int

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick, welche Empfehlungen konkret enthalten sind für die erwachsenen Zielgruppen.

Artikel bewerten
(1 Stimme)

Die Digitalisierung schreitet immer weiter fort! Auch im Bereich Bewegung und Gesundheit gibt es immer mehr gesetzliche Rahmenvorgaben für Anwendungsmöglichkeiten.

Wer mit offenen Augen durchs Leben geht, sieht in der heutigen Zeit immer mehr Anwendungen der Digitalisierung. Animierte Reklamen auf Gebäuden, Smart Home Anwendungen, Fitness-Tracker und Handy-Apps für fast jede Lebenslage sind nur einige Beispiele hierfür.

Artikel bewerten
(4 Stimmen)

Journal Club
Originalpublikation: Frikkel J, Götte M, Beckmann M, et al. Fatigue, barriers to physical activity and predictors for motivation to exercise in advanced Cancer patients. BMC palliative care 2020;19:1-11 [1]

Hintergrund

Wenngleich die Pioniere der onkologischen Sport- und Bewegungstherapie von der Deutschen Sporthochschule Köln ihrerzeit noch auf massiven Gegenwind stießen, Krebspatienten mit Bewegung zu versorgen [2], liegt mit über 700 klinischen Studien inzwischen eine gewaltige Evidenz zugunsten Bewegung in der Onkologie vor [3]. Für die Patientenversorgung hat sich soweit vor allem ein nebenwirkungsorientierter Ansatz [4] bewährt, wie er beispielsweise auch im Konzept der onkologischen Trainings- und Bewegungstherapie verfolgt wird [5], in welchem Bewegungsfachkräfte für die Betreuung onkologischer Patienten qualifiziert werden. Wegen ihrer Häufigkeit in diesen Bewegungskonzepten häufig adressierte, mit dem Tumor und seiner Therapie assoziierten Nebenwirkung ist die cancer related fatigue (CRF) [5].

Artikel bewerten
(5 Stimmen)

Was sind Games?

Games sind Applikationen, die weitgehend zur Unterhaltung gedacht sind. Es gibt unzählig viele verschiedene Genres von Games (z.B. Action, Puzzle, Multiplayer, Shooter uvm.)
Aus diesem Grund sind sie auch sehr vielseitig einsetzbar. So kann man den Nutzer (oder auch Spieler) beispielsweise in Fantasie-Welten entführen und vollkommen neue Situationen erleben lassen, ihn jedoch auch mit realen Sachverhalten konfrontieren.

Artikel bewerten
(2 Stimmen)

Der Trend zur Kürze

Bei Inhalten (= Content) im Internet gibt es seit Jahren einen klaren Trend, den Trend zur Kürze. Da wir Menschen im Netz einer immer größer werdenden Vielzahl von Impulsen ausgesetzt sind, entscheiden wir uns immer schneller, mit welchen Inhalten wir uns beschäftigen wollen und mit welchen nicht. In den sozialen Netzwerken liegt die Entscheidungszeit bei durchschnittlich nur 1,7 Sekunden.

Artikel bewerten
(13 Stimmen)

Originalbeitrag: Saint-Maurice PF, Troiano RP, Bassett DR, et al. Association of Daily Step Count and Step Intensity With Mortality Among US Adults. Jama 2020;323:1151-1160 [1]

Die positive Wirkung von körperlicher Aktivität auf die vorzeitige Versterbewahrscheinlichkeit ist bereits intensiv untersucht. Die wissenschaftlichen Studien hierzu reichen bis in die 50er Jahre zurück [2]. In den meisten Fällen liegen den Rechnungen jedoch Aktivitätsdaten aus schriftlichen Befragungen der Probanden zu Grunde. Die Ableitung von verlässlichen Dosis-Wirkungsbeziehungen gestaltet sich daher etwas schwierig. Saint-Maurice und Kollegen [1] haben nun die Aktivitätsdaten von knapp 5.000 Personen der National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) Kohorte untersucht. Das besondere - die Aktivitätsdaten, d.h. die Schrittzahlen wurden objektiv anhand von Akzelerometern erfasst und in Zusammenhang mit Daten der Sterberegister gebracht. Das mittlere Alter der Kohorte lag zum Zeitpunkt der Baseline Erhebung bei 57 Jahren, der mittlere Follow-Up Zeitraum beträgt 10 Jahre.

Artikel bewerten
(0 Stimmen)

Bewegungsförderung sollte ein eigenständiges Gesundheitsziel sein und zieht sich als Querschnittsthema durch alle Bereiche der Prävention, Gesundheitsförderung, Pflege und Rehabilitation.

Das war das Fazit der BVPG-Statuskonferenz Bewegung und Bewegungsförderung, die am 05.03.2020 in Frankfurt am Main in Kooperation mit dem Deutschen Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie e.V. (DVGS) und dem Deutschen Olympischen Sportbund e.V. (DOSB) stattfand.

Artikel bewerten
(8 Stimmen)

Wenn man einen Kurs im Bereich der Prävention anbieten möchte und bisher noch nicht so viel Erfahrungen in diesem Bereich sammeln konnte, trifft man zunächst einmal auf viele Begrifflichkeiten und verschiedenste Vorgänge, die zu beachten sind: Zentrale Prüfstelle Prävention, Zertifizierung, Rezertifzierung, zertifzierte Verbandskonzepte, zertifzierte Kurse, Bestandsschutz, Anbieterqualifikationen, Mindestlevel u.v.m. Da gilt es den Überblick zu behalten. Häufig bleibt jedoch die Fragen offen: „Was mache bzw. brauche ich jetzt, um meinen Präventionskurse anzubieten? Was ist der nächste Schritt?

In den letzten Wochen haben uns viele Fragen rund um die ZPP erreicht. Wir haben genau zugehört und für die häufig gestellten Fragen Antworten zusammengetragen:

Artikel bewerten
(1 Stimme)

Die Rheumatoide Arthritis (RA), die Psoriasis Arthritis (PsA) und die Spondylarthritis (SpA) zählen zu den häufigsten rheumatologischen Erkrankungen. Bei allen drei Erkrankungsbildern scheint sich das sogenannte „window of opportunity“ [1-3] im Zuge der Therapie als entscheidend herauszukristallisieren. Dementsprechend ist eine möglichst frühe Diagnose entscheidend.

Die prospektive Studie verfolgt das Ziel, diese entzündlich-rheumatischen Erkrankungen so früh wie möglich zu erkennen und mithilfe von Koordinationsstellen die Versorgungsqualität zu verbessern.

Artikel bewerten
(5 Stimmen)

 PD Dr. Joachim Wiskemann, © NCT Heidelberg / Philip Benjamin PD Dr. Joachim Wiskemann, © NCT Heidelberg / Philip BenjaminDas Amerikanische College für Sportmedizin (ACSM) hat eine Expertenrunde mit 17 Partnerorganisationen, darunter die American Cancer Society, das National Cancer Institute sowie der Deutsche Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie e. V. (DVGS), initiiert. Ziel des Forums war, den aktuellen Forschungsstand zum Nutzen von Bewegung in der Prävention von Krebs sowie bei der Therapie, Rekonvaleszenz und Überlebenszeitverlängerung von Krebspatienten zu sichten und evidenzbasierte Empfehlungen abzugeben. Privatdozent Dr. Joachim Wiskemann, der die AG Onkologische Sport- und Bewegungstherapie am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg leitet, hat – unterstützt vom DVGS – an dem Expertenpanel teilgenommen und u.a. maßgeblich an den Richtlinien für Krebsüberlebende mitgewirkt. Der DVGS arbeitet schon seit vielen Jahren vertrauensvoll mit PD Dr. Wiskemann zusammen, der den Verband insbesondere bei politischen Anlässen vertritt. Wir wollten von ihm wissen, welche Ergebnisse die Expertenrunde gefunden und welche Empfehlungen sie daraus abgeleitet hat. Vor allen Dingen interessieren uns natürlich die Pläne für die Umsetzung hierzulande.