Bewegung bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland – Prävalenz körperlicher Aktivität und Empfehlungen zu Bewegungsverhalten und Sitzzeiten
Publiziert in DVGS-BlogDie positive physiologische Wirksamkeit von Bewegung ist unumstritten. Gerade bei Erwachsenen ist die Evidenzlage erdrückend. Dass Bewegung bereits im Kindes- und Jugendalter wichtig und gesund ist, wird kaum jemand in Frage stellen. Die WHO empfiehlt für Kinder- und Jugendliche einen täglichen Aktivitätsumfang von 60 Minuten [1].
Bewegungsförderung fördert Sportförderung
Publiziert in DVGS-BlogDer Deutsche Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie e.V. ist Teilnehmer am Runden Tisch „Bewegung und Gesundheit“ des Bundesministeriums für Gesundheit.
Bewegung und körperliches Training nach COVID-19
Publiziert in DVGS-BlogViele Millionen Bundesbürger haben eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) hinter sich. In der Folge ist es für diese wichtig, körperliche Aktivität generell wieder aufzunehmen, sowohl als normalem Teil von Alltagsaktivitäten, als auch als eine Verhaltensweise, die vielfältige Gesundheitswirkungen hat. Darüber hinaus stellen Bewegung und körperliches Training auch ganz spezielle Maßnahmen dar um nach einer COVID-19 Erkrankung oder bei bestehendem Post- oder Long-COVID wieder fit zu werden bzw. negativen Gesundheitsfolgen der Erkrankung zu begegnen.
Wirkung von Bewegung auf die Gefäßgesundheit
Publiziert in DVGS-BlogDer Vergleich des kardiovaskulären Morbiditäts- und Mortalitätsrisikos von Busfahrern und Schaffnern in London durch Morris in den späten 40ern und frühen 50ern wird von vielen als die Geburtsstunde der Bewegungsepidemiologie gesehen [1]. Während es sich hier noch um korrelative Ergebnisse handelte, die keinen Anspruch auf Kausalität besitzen, liegt inzwischen eine überzeugende Studienlage vor, welche diese Assoziation nicht nur bestätigen, sondern den Ursache-Wirkungs-Zusammenhang untermauern. Körperliches Training beeinflusst wichtige kardiovaskuläre Risikofaktoren positiv. Dazu gehören unter anderem der Blutdruck [2], die Insulinsensitivität [3], aber auch das Risiko für Diabetes Mellitus Typ 2 im Allgemeinen [4,5]. Dies schlägt sich dementsprechend auch in der Sterblichkeit nieder, so zeigen Menschen mit hohem körperlichen Aktivitätsniveau substantiell niedrigere Mortalitäten als inaktive Vergleichspersonen innerhalb desselben Beobachtungszeitraumes [6].
Bewegung bei Parkinson
Publiziert in DVGS-BlogBei Morbus Parkinson sind die dopaminsensitiven Neuronen in den Basalganglien gestört. Die Basalganglien haben die Aufgabe, die Feinabstimmung eines im Motorkortex angelegten motorischen Befehls vorzunehmen, der von dort aus dann an das Rückenmark gesendet wird. Vom Rückenmark gelangt der motorische Befehl über die Alphamotoneuronen schließlich zur Skelettmuskulatur. Dieser Prozess ist bei Parkinson Patienten gestört, wobei insbesondere automatisierte Bewegungen nicht mehr zuverlässig funktionieren (z. B. Gehen).
Die Gesundheitswelt wird digitaler. Sie bringt neue Leistungen und Angebote hervor, die neue Chancen bieten. Eine notwendige Voraussetzung dafür wird in der digitalen Gesundheitskompetenz gesehen. In Zusammenarbeit mit der DAK-Gesundheit wurde ein Online-Vortrag insbesondere für Versicherte der DAK-Gesundheit entwickelt, um eben diese digitale Gesundheitskompetenz zu fördern. Der Vortrag zielt darauf ab, hinsichtlich der Themen zu digitalen Gesundheitsinformationen und digitalen Gesundheitsangeboten Orientierung zu bieten.
Startklar in die digitale Gesundheitswelt
Publiziert in DVGS-BlogEs bedarf einer strukturierten Förderung der digitalen Gesundheitskompetenz als notwendige Voraussetzung für diese digitale Transformation im Gesundheitswesen. Diese bringt eine Vielfalt von neuen Leistungen und Angeboten mit sich.
Prähabilitatives körperliches Training könnte die Wirksamkeit einer neoadjuvanten Chemotherapie bei Speiseröhrenkrebs verdoppeln.
Publiziert in DVGS-BlogAus über 700 klinischen Studien zur Wirksamkeit von Bewegung bei Krebs wissen wir, dass Bewegung für die Betroffenen nicht nur sicher ist, sondern auch effektiv zum Nebenwirkungsmanagement eingesetzt werden kann [1,2]. Darüber hinaus sind Sicherheit und Wirksamkeit nicht nur auf beispielsweise die medizinische Rehabilitation beschränkt, sondern konnten sich entlang der gesamten Krebstrajektorie, d. h. von Diagnosestellung bis hin zur Nachsorge, bewähren [3]. Es empfiehlt sich demnach, so früh wie möglich aktiv zu werden, um entlang des gesamten Weges von Bewegung zu profitieren. Welch enormes Potential die frühe Implementierung von Bewegung in die onkologische Versorgung haben könnte, wurde nun in einer im British Journal of Sports Medicine erschienenen Arbeit von Zylstra und Kollegen [4] demonstriert. Zylstra et al. rekrutierten insgesamt 41 Patienten mit Speiseröhrenkarzinom, wovon 21 der Interventions- und 20 der Kontrollgruppe zugewiesen wurden. Im Gegensatz zur ansonsten üblichen zufälligen Gruppenzuweisung (Randomisierung) erfolgte die Zuweisung hier anhand des Wohnortes der Patienten.
Empfehlungen zur Sport-/Bewegungstherapie bei Krebspatienten mit Knochenmetastasen
Publiziert in DVGS-BlogAufgrund der erhöhten Frakturgefahr stellt das Training mit Patientinnen und Patienten mit Knochenmetastasen eine besondere Herausforderung an die Sport-/Bewegungstherapeuten dar. Zwar liegen inzwischen einige klinische Studien vor, die Patientinnen und Patienten mit Knochenmetastasen einschlossen, allerdings fehlte bisher ein evidenzbasierter Konsens in der Fachliteratur, wie die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten ist. Dieser wurde jetzt von einem internationalen Expertenteam unter deutscher Beteiligung in Person von Prof. Dr. Friederike Rosenberger und PD Dr. Joachim Wiskemann (beide NCT Heidelberg und Vorstandsmitglieder von OnkoAktiv am NCT Heidelberg e.V.) erarbeitet.
Digitalisierung mit Polki-GO
Publiziert in DVGS-BlogAm 27. September 2021 erschien eine neue Fassung des Leitfadens Prävention. Diese enthält Handlungsfelder und Kriterien nach § 20 Abs. 2 SGB V sowie für stationäre Pflegeeinrichtungen nach § 5 SGB XI. Neu enthalten sind Vorgaben zur digitalen Prävention und Gesundheitsförderung. Das Kapitel 7 beinhaltet explizit auch Games/Gamification. Im DVGS/DAK-G verantworteten Modellvorhaben POLKA werden Games für Pflegende sowie Pflegebedürftige entwickelt. Sie finden hier ein Beispiel für ein Game für Mitarbeitende – unser POLKI-GO. Die Besonderheit des Games liegt in der Erfassung der Schrittzahlen im freudvollen Kontext.
Hintergrund: So wie auch die körperliche Fitness mit dem Alter abnimmt, kommt es auch im Gehirn zu einer Reduktion der kognitiven Fähigkeiten. Es liegt inzwischen eine gute Evidenz hinsichtlich der positiven Wirkung von Ausdauertraining auf die kognitive Gesundheit vor. Auch kennt man die die molekularen und zellulären Prozesse, welche den zu Grunde liegenden Struktur- und Funktionserhalt bedingen. Für das Krafttraining ist die Datenlage Vergleichsweise kleiner. In einer systematischen Übersichtsarbeit haben Herold und Kollegen (2019) Studien beleuchtet, welche den Zusammenhang von Krafttraining und kognitiver Gesundheit sowohl aus funktioneller als auch morphologischer Perspektive untersucht haben.
Aktuelle Bewegungsempfehlungen der WHO: was steht eigentlich konkret drin für Erwachsene (inkl. Schwangere, die 2010 noch fehlten)?
Publiziert in DVGS-BlogEnde 2020 sind aktualisierten Bewegungsempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO erschienen: www.who.int
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick, welche Empfehlungen konkret enthalten sind für die erwachsenen Zielgruppen.
Gamification von Bewegung und Gesundheit
Publiziert in DVGS-BlogDie Digitalisierung schreitet immer weiter fort! Auch im Bereich Bewegung und Gesundheit gibt es immer mehr gesetzliche Rahmenvorgaben für Anwendungsmöglichkeiten.
Wer mit offenen Augen durchs Leben geht, sieht in der heutigen Zeit immer mehr Anwendungen der Digitalisierung. Animierte Reklamen auf Gebäuden, Smart Home Anwendungen, Fitness-Tracker und Handy-Apps für fast jede Lebenslage sind nur einige Beispiele hierfür.
Bewegung bei Krebs im fortgeschrittenen Stadium: Was sind die Motive der Betroffenen und welche Hindernisse gibt es
Publiziert in DVGS-BlogJournal Club
Originalpublikation: Frikkel J, Götte M, Beckmann M, et al. Fatigue, barriers to physical activity and predictors for motivation to exercise in advanced Cancer patients. BMC palliative care 2020;19:1-11 [1]
Hintergrund
Wenngleich die Pioniere der onkologischen Sport- und Bewegungstherapie von der Deutschen Sporthochschule Köln ihrerzeit noch auf massiven Gegenwind stießen, Krebspatienten mit Bewegung zu versorgen [2], liegt mit über 700 klinischen Studien inzwischen eine gewaltige Evidenz zugunsten Bewegung in der Onkologie vor [3]. Für die Patientenversorgung hat sich soweit vor allem ein nebenwirkungsorientierter Ansatz [4] bewährt, wie er beispielsweise auch im Konzept der onkologischen Trainings- und Bewegungstherapie verfolgt wird [5], in welchem Bewegungsfachkräfte für die Betreuung onkologischer Patienten qualifiziert werden. Wegen ihrer Häufigkeit in diesen Bewegungskonzepten häufig adressierte, mit dem Tumor und seiner Therapie assoziierten Nebenwirkung ist die cancer related fatigue (CRF) [5].
Games für Bewegungsförderung
Publiziert in DVGS-BlogWas sind Games?
Games sind Applikationen, die weitgehend zur Unterhaltung gedacht sind. Es gibt unzählig viele verschiedene Genres von Games (z.B. Action, Puzzle, Multiplayer, Shooter uvm.)
Aus diesem Grund sind sie auch sehr vielseitig einsetzbar. So kann man den Nutzer (oder auch Spieler) beispielsweise in Fantasie-Welten entführen und vollkommen neue Situationen erleben lassen, ihn jedoch auch mit realen Sachverhalten konfrontieren.
Snack-Content motiviert, auch zur Bewegung
Publiziert in DVGS-BlogDer Trend zur Kürze
Bei Inhalten (= Content) im Internet gibt es seit Jahren einen klaren Trend, den Trend zur Kürze. Da wir Menschen im Netz einer immer größer werdenden Vielzahl von Impulsen ausgesetzt sind, entscheiden wir uns immer schneller, mit welchen Inhalten wir uns beschäftigen wollen und mit welchen nicht. In den sozialen Netzwerken liegt die Entscheidungszeit bei durchschnittlich nur 1,7 Sekunden.
Originalbeitrag: Saint-Maurice PF, Troiano RP, Bassett DR, et al. Association of Daily Step Count and Step Intensity With Mortality Among US Adults. Jama 2020;323:1151-1160 [1]
Die positive Wirkung von körperlicher Aktivität auf die vorzeitige Versterbewahrscheinlichkeit ist bereits intensiv untersucht. Die wissenschaftlichen Studien hierzu reichen bis in die 50er Jahre zurück [2]. In den meisten Fällen liegen den Rechnungen jedoch Aktivitätsdaten aus schriftlichen Befragungen der Probanden zu Grunde. Die Ableitung von verlässlichen Dosis-Wirkungsbeziehungen gestaltet sich daher etwas schwierig. Saint-Maurice und Kollegen [1] haben nun die Aktivitätsdaten von knapp 5.000 Personen der National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) Kohorte untersucht. Das besondere - die Aktivitätsdaten, d.h. die Schrittzahlen wurden objektiv anhand von Akzelerometern erfasst und in Zusammenhang mit Daten der Sterberegister gebracht. Das mittlere Alter der Kohorte lag zum Zeitpunkt der Baseline Erhebung bei 57 Jahren, der mittlere Follow-Up Zeitraum beträgt 10 Jahre.
Statuskonferenz Bewegung und Bewegungsförderung – Interview mit Angelika Baldus und Mischa Kläber
Publiziert in DVGS-BlogBewegungsförderung sollte ein eigenständiges Gesundheitsziel sein und zieht sich als Querschnittsthema durch alle Bereiche der Prävention, Gesundheitsförderung, Pflege und Rehabilitation.
Das war das Fazit der BVPG-Statuskonferenz Bewegung und Bewegungsförderung, die am 05.03.2020 in Frankfurt am Main in Kooperation mit dem Deutschen Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie e.V. (DVGS) und dem Deutschen Olympischen Sportbund e.V. (DOSB) stattfand.