Quellenangabe: © iQoncept – shutterstock.comQuellenangabe: © iQoncept – shutterstock.comDie Zunahme eines bewegungsarmen Lebensstils, die demografische Entwicklung, die Erhöhung des Grades an Multimorbidität oder die Ökonomisierung des Gesundheitswesen mit der Kostendämpfung bei der Qualitätssicherung sind einige der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die hohe Anforderung an die Sport-/Bewegungstherapie und die TherapeutInnen stellen.

Neue Anforderungen an Sport-/BewegungstherapeutInnen

Sport-/BewegungstherapeutInnen müssen heute ihre PatientInnen zur regelmäßigen, selbstgesteuerten Bewegung aktivieren und sie hin zu einer umfassenden Verhaltensänderung führen. Um den PatientInnen die Teilhabe am Lebenskontext zu gewährleisten, ist mehr notwendig als eine nur funktionell, somatisch ausgerichtete Intervention und damit mehr als die Durchführung einer Funktionsgymnastik. Die TherapeutInnen benötigen eine Doppelqualifikation: Fertigkeiten und Kenntnisse der Medizin und Trainingswissenschaft – aber insbesondere auch der Pädagogik. Gefordert ist die Umsetzung von Inhalten, die Wissen sowie selbstbestimmtes Gesundheitshandeln ermöglichen und die die dafür erforderlichen Emotionen aufbauen. Immer mehr an Bedeutung gewinnt in diesem Kontext die zunehmende Anerkennung des bio-psycho-sozialen Erklärungsansatzes von Gesundheit und Krankheit, die u.a. auch in der internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeiten (ICF) ausgedrückt wird.

DVGS ist Netzwerkpartner

Der Deutsche Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie e.V. (DVGS) ist in diesem Kontext ein wichtiger Gestalter und Netzwerkpartner für die Erstellung und flächendeckende Umsetzung von qualitätsgesicherten verhaltensorientierten Bewegungsprogrammen. Der Verband verfolgt dabei das Ziel, mit und für seine Partner Qualitätsraster zu erstellen und bei deren Umsetzung zu helfen. Dabei kann er für die Konzeption von Programmen auf sein Netzwerk an erfahrenen TherapeutInnen, SportwissenschaftlerInnen und ProjektentwicklerInnen, für die Durchführung auf qualifizierte Sport-/BewegungstherapeutInnen und für die Evaluation der Programme auf Partner an Hochschulen zurückgreifen.

DVGS bietet den Rahmenbedingungen angepasste Aus-, Fort- und Weiterbildung

Der DVGS ermöglicht damit Sport-/BewegungstherapeutInnen den jeweiligen Rahmenbedingungen angepasste Qualifizierungsmaßnahmen. So können beispielsweise SportwissenschaftlerInnen nach Ausbildungsabschluss diese benötigte Mehrfachqualifikationen in der Weiterbildung zum „Sport-/Bewegungstherapeut DVGS“ erlangen ((Link zu Aus-, Fort-, Weiterbildung –Weiterbildung)). Darüber hinaus bietet der Verband eine Vielzahl an Lizenzlehrgängen, mit denen sich Sport-/BewegungstherapeutInnen benötigte Zusatzqualifikationen aneignen können. Auch Auffrischungskurse, sogenannte Refresher, bieten den TherapeutInnen die Möglichkeit, ihr Wissen auf den aktuellen Stand zu bringen.