Gesundheit aktuell: Gesundheitspolitische Neuigkeiten

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Beides sehr gute und gesellschaftlich hochrelevante Fragen. Heutzutage gehören Übergewicht und Adipositas national wie international zu den führen nichtübertragbaren, chronischen Erkrankungen mit weitläufigen individuellen gesundheitlichen und gesundheitsökonomischen Konsequenzen. Allein in Deutschland wird die Zahl der Übergewichtigen auf ca. 60% geschätzt.

Demographische Untersuchungen gehen davon aus, dass die Lebenserwartung bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts konsistent über alle Nationen hinweg unter 40 Jahren lag (Riley, 2005). Grund dafür waren die schwierigen Lebensbedingungen, extreme Armut, mangelnde Hygiene und kaum medizinische Versorgung. Trends waren damals kaum zu verzeichnen wie die jährlichen Versterbedaten aus dem Vereinigten Königreich seit 1543 dokumentieren (Wrigley et al.,1989 & 1997 zitiert in Riley, 2005). Mit Beginn des 19. Jahrhunderts sollte sich dies jedoch ändern und ein steiler Anstieg der Lebenserwartung von etwa 2,5 Jahren pro Dekade begann. Bislang hat dieser Trend, mit der Ausnahme von Kriegseinflüssen keinen Rückschlag erlitten, jedoch beginnen die Trends für manche Nationen der westlichen Welt etwas abzuflachen. Im Fall der USA zeig sich nun erstmals ein negativer Trend. Der Gesundheitsbericht des National Center for Health Statistics der Vereinigten Staaten (National Center for Health Statistics , 2019) berichtet von einem Rückgang der mittleren Lebenserwartung zu Geburt von 78,9 Jahren im Jahr 2014 (Männer 76,5, Frauen 81,3) auf 78,6 im Jahr 2017 (Männer: 76,1, Frauen: 81,1). Dies ist zu verzeichnen, obwohl sich im Hinblick auf die Kindersterblichkeit der negative Trend (Also weniger Fälle mit zunehmendem Jahr) fortsetzt. Bei Differenzierung entsprechend der Ethnie (Weiß (nicht hispanisch), Hispanoamerikaner und Schwarz) zeigen die Daten, dass Hispanoamerikaner mit 81,8 Jahren eine deutlich höhere Lebenserwartung aufweisen als Menschen der beiden anderen  Ethnien (Weiß: 78,5, Schwarz: 74,9).

DAK-Gesundheit startet Präventionsprojekt in landesweit 40 Pflegeeinrichtungen – Auftakt im Krankenhaus Rotes Kreuz Lübeck

Lübeck, 27. September 2019. Wer in einem Pflegeberuf arbeitet, hat Untersuchungen zufolge ein deutlich erhöhtes Risiko wegen Krankheit auszufallen. Nach dem aktuellen Gesundheitsreport der DAK-Gesundheit ist der Krankenstand im Gesundheitswesen in Schleswig-Holstein mit 4,7 Prozent höher als unter allen Erwerbstätigen (4,1 Prozent). Insbesondere Muskel-SkelettErkrankungen sind besonders häufig vertreten. Auf der anderen Seite scheint der Einzug ins Pflegeheim bei älteren Menschen Mobilitätseinbußen zu begünstigen, dies zeigen neuere Studien. Drei Viertel der Pflegebedürftigen in stationären Pflegeeinrichtungen sind in der Bewegung eingeschränkt. Mit dem Programm „POLKA“ der DAK-Gesundheit sollen Leistungen in der Lebenswelt stationäre Pflege mit Leistungen der betrieblichen Gesundheitsförderung des Pflegefachpersonals verknüpft werden.

Vor dem Hintergrund der starken Evidenz für die vielfältigen gesundheitlichen Wirkungen von körperlicher Aktivität hat das Bundesgesundheitsministerium (BMG) einen Förderschwerpunkt „Bewegung und Bewegungsförderung“ ins Leben gerufen. Darin wird das Ziel verfolgt, den Menschen über alle Lebensphasen hinweg das gesundheitliche Potenzial von körperlicher Aktivität näher zu bringen.

der Wissenschaftliche Beirat der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. (GVG) verleiht im Jahr 2020 erstmals den

GVG-Wissenschaftspreis für Soziale Sicherung

an Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler an deutschen Hochschulen in den Bereichen der Sozialpolitik- und Gesundheitsforschung.

Das Netzwerk ActiveOncoKids lädt herzlich zur Teilnahme am seinem Workshop - Sporttherapie in der pädiatrischen Onkologie – ein. Der Workshop findet statt vom Do, den 23.01.2020 (Beginn 13 Uhr), bis Fr, den 24.01.2020 (Ende 15 Uhr) im Walpiratencamp in Heidelberg (Promenadenweg 1). Weitere Infos und Anmeldung hier.

Psychologische Strategien für die Bewegungstherapie

Bewegung hat einen positiven Einfluss auf den Verlauf und die Symptomatik vieler Erkrankungen. Dennoch fällt es Menschen schwer, sich zur Bewegung zu motivieren und diese im Alltag dauerhaft aufrecht zu erhalten. Bewegungstherapeut*innen können daher von Strategien profitieren, mit denen sie ihre Patientinnen bei diesem Prozess unterstützen.

In September und im Oktober starten zwei Lehrgänge "Aufbaumodul: Neurologie“ und es sind jeweils nur noch wenige Plätze frei! (Das Aufbaumodul Neurologie ist nur möglich nach erfolgtem Abschluss des Wahlmoduls 1 ORT)" Mehr Informationen und Anmeldung hier.

9. gemeinsamer Präventionskongress des Bundesministeriums für Gesundheit und der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V.

2. Dezember 2019
Hotel Aquino - Tagungszentrum, Berlin

Der 9. gemeinsame Präventionskongress des Bundesministeriums für Gesundheit und der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung (BVPG) "Prävention und Gesundheitsförderung in der Pflege" findet am Montag, 2. Dezember 2019, im Hotel Aquino in Berlin statt.

Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung in Kurzform

Köln, 20. Mai 2019. Die neue Broschüre „Menschen in Bewegung bringen – Strukturen schaffen, Bewegung fördern, lebenslang bewegen“ präsentiert in Kurzversion die Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat mit dem Informationsmaterial im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit die für Deutschland geltenden, wissenschaftlich fundierten Bewegungsempfehlungen anschaulich zusammengefasst.